Kick off am 25.01.2022 zum 2.Internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente

Mit einem virtuellen Kick-off fand heute, am 25.01.2022 zwischen 8.30 und 10.00 Uhr, der offizielle Start des 2.Internationalen Wettbewerbs Make-IT Digitaltalente statt. Wie bereits im letzten Jahr wird der Wettbewerb auch 2022 im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin, Beijing und Moskau veranstaltet.

Das von der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales initiierte und von der GFBM Akademie durchgeführte Projekt geht somit bereits ins dritte Jahr. Vor dem offiziellen Auftakt hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit einer Videopräsentation einen Einblick in die Projekte des vorigen Jahres zu erhalten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Frau Jun Yan, Geschäftsführerin der GFBM Akademie, die in ihrer Ansprache besonders betonte, dass Make IT Digitaltalente als Wettbewerbsformat junge Menschen bei der Entwicklung von Projekten und Innovationen im Bereich der Digitalisierung unterstützt und den internationalen Austausch fördert. Die offizielle Begrüßung der nationalen und internationalen Gäste erfolgte durch Frau Margrit Zauner (Abteilungsleiterin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales), Herrn Wu Ye (Beijing Erziehungskomitee) und Herrn Mikhail Sumbatyan (Direktor des IT HUB College, Moskau).

Frau Margrit Zauner, Abteilungsleiterin der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, betonte in diesem Zusammenhang wie wichtig es ist, trotz aller politischen Schwierigkeiten, dass auch dieses Jahr wieder die beiden Partnerstädte Berlins– Beijing und Moskau für einen 2. internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente gewonnen werden konnten.  

Im Anschluss wies Herr Wu darauf hin, dass Beijing bereits in den letzten Jahren der Berufsausbildung, bei der Entwicklung technischer Fähigkeiten im Bereich der digitalen Technologien, eine zunehmend größere Bedeutung beigemessen hat. Die Schüler*innen würden kontinuierlich ermutigt sich im Bereich der digitalen Technologien auf Entdeckungsreise zu gehen und ihr eigenes Kreativpotenzial zu steigen. Innovationswettbewerbe werden dabei als ein wichtiges Mittel gesehen.

Herr Mikhail Sumbatyan, Direktor des IT HUB Colleges Moskau, betonte in seiner Videoansprache den großen Zugewinn für die teilnehmenden Ausbildungseinrichtungen im Laufe des Make IT-Wettbewerbes.

Im Anschluss erfolgte der inhaltliche Start in den neuen Wettbewerb durch Frank Schröder, Projektleiter Make-IT, in dem er die diesjährige Ausrichtung des 2.internationalen Wettbewerbs Make-IT Digitaltalente vorstellte. Neben der inhaltlichen Ausrichtung auf die zwei Themenschwerpunkte Extended Reality und Smart Cities gab er einen kleinen Einblick in die Anforderungen und Bewertungskriterien des 2. internationalen Wettbewerbs 2022 und appellierte an die Teilnehmer*innen des Gipfels, insbesondere aus den Reihen der Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die jungen Menschen in ihren Anstrengungen zu unterstützen und zu motivieren.

In der Abschlussansprache begrüßte Dr. Carsten Spieker, Senior Direktor und Leiter der Produktentwicklung Kompressionstechnik bei der GEA Group, die Teilnehmer*innen als Vorsitzender der Internationalen Jury des Wettbewerbs 2021. Dabei betonte er die Wichtigkeit der Themen Nachhaltigkeit und Innovation als Treiber einer zukunftsorientierten Wirtschaftsentwicklung und forderte die jungen Menschen auf ihre Ideen und Visionen in die Betriebe einzubringen.

Abschließend äußerte Frau Jun Yan ihre Zuversicht, dass der 2.internationale Wettbewerb Make-IT Digitaltalente dazu beitragen kann, jungen Menschen, mit ihren kreativen Ideen, eine internationale Bühne zu geben, sowie die Idee des Wettbewerbs als festes Format in der Berufsausbildung zu etablieren.

Besuch der Makermesse Klax-Schule

Am Freitag, den 21. Januar 22, hatte die Klax Schule wieder vorbildlich gezeigt, wie sich der Makergedanke in den Schulalltag integrieren lässt. Voller Stolz und mit viel Freude haben Schüler*innen ihre Projekte aus dem Unterricht und dem Freizeitprogramm der Klax Schule vorgestellt. Die Möglichkeit Ideen in Projekten umzusetzen, bietet die Klax Schule im hauseigenen Makerspace. Hier können die Schüler*innen vielfältige Fertigungsmethoden erlernen. Mit der Unterstützung von Ingenieur*innen können zusätzlich Hightech Geräte wie ein Lasercutter genutzt werden.

Im Anschluss der Makermesse zeigten Schüler*innen der Klax Schule aus der Grundschule bis zur Oberstufe wie sie sich mit dem Thema Robotik beschäftigt haben. Im Roboterwettbewerb hatten sie die Aufgabe, ihren Roboter auf einem eingezeichneten Weg zu halten. In den Kategorien Programmierung und Fun wurden die schnellsten Zeiten ermittelt. Es flogen Drohnen und es fuhren Fahrroboter unterschiedlicher Modelle, bis die würdige Wettbewerbssiegerin feststand.

Berufsorientierung an der Konrad-Duden-Schule

Mit großer Vorfreude und Spannung erwarten die Schüler*innen der 9. Klasse im Jahr 2022 ihre erste Erfahrung im Berufsleben. Für die Berufsorientierung stehen die Schüler*innen kurz vor ihren Betriebspraktika. Auf die Betriebssuche und die Bewerbung sind die Schüler*innen bereits im Unterricht von ihrer Lehrerin mit Trainings vorbereitet worden. Jedoch hat sich noch nicht jede Schüler*in für ein Berufsfeld und einen Betrieb entscheiden können. Am 15. Dezember, kurz vor den Weihnachtsferien, kam das Team von Make-IT4School an die Konrad-Duden-Schule in Berlin, um neuen Input in die Berufsorientierung zu bringen. Im Workshop hat sich die Klasse intensiv mit den Aufgaben von 6 Berufen aus unterschiedlichen Berufsfeldern auseinandergesetzt. Die Schüler*innen konnten sich nach dem Workshop ein besseres Bild der vorgestellten Berufe machen. Mehrere Schüler*innen konnten in ihrer Entscheidung für einen Betrieb bestätigt werden und einige Schüler*innen konnten sich für ein bislang nicht betrachtetes Berufsfeld begeistern.

Der erfolgreiche Workshop ist für das Make-IT4School Team der Beginn für Workshops zur Berufs- und Studienorientierung mit dem Schwerpunkt der Digitalisierung.

make-it 4schools startet mit Digitalprojekten an Berliner Schulen

Mit dem neuen Vorhaben „make-IT 4schools“ geht die GFBM Akademie auf die allgemeinbildenden Schulen zu. Die langjährigen Erfahrungen der international tätigen Gesellschaft zur Förderung von Bildung und Wissenschaft insbesondere im Bereich der Berufsfelder Automatisierung, Mechatronik und digitalisierter Metallbearbeitung werden – in Anbetracht des sich anbahnenden Fachkräftemangels – für die Werbung von jungen Menschen für eine berufliche Bildung in technischen und informationstechnischen Berufen und Studiengängen genutzt. Eingebunden in die schulischen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung sollen interessierte Schüler:innen im Make-IT-Labor die digitale Welt mit praktischen Projekten erkunden und sich in zwei Schulwettbewerben 2022 und 2023 mit guten Ideen und digitalen Prototypen gegenüber der Konkurrenz durchsetzen. Beteiligte Schulen werden beim Aufbau von Digitallaboren im Rahmen ihrer Schulwerkstätten unterstützt. Kooperationspartner der GFBM Akademie ist das ABB Ausbildungszentrum, in dem zurzeit in über 18 Berufen dual und im Dualen Studium ausgebildet wird. Erkundungen zu Betrieben, Schnupperkurse im ABB Ausbildungszentrum sowie gezielte Informationen zu ausgewählten Berufen runden das Angebot für Schüler:innen und Lehrkräften ab.

Das Vorhaben der GFBM Akademie wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds) unterstützt.

Ausschreibung zum Aufbau einer digitalen Lernplattform

Ausgeschrieben wird im Rahmen des Weiterbildungsverbunds R-Learning Kollektiv die Erstellung einer digitalen Plattform zur individuellen Steuerung und Verwaltung von Lehrangeboten unterschiedlicher Bildungsanbieter. Die Plattform soll in der Lage sein unterschiedliche Lernangebote zu vernetzen und individuell über eine Benutzerverwaltung anzupassen. Die im Rahmen des Gesamtpaketes zu realisierende digitale Schnittstelle soll sowohl digitale Bildungsdienstleistungen externer Bildungsanbieter einbinden als auch die Remotesteuerung und Auswertung realer Maschinensteuerungen ermöglichen. Unterstützt werden soll das System durch die Einbindung einer KI basierten Qualifikationsfeststellung und eines Abfragesystems, das es ermöglicht Lernsequenzen auszuwerten und Schulungen zu begleiten. Ein zu integrierender Baukasten in Form eines festen Frameworks soll Weiterbildungsdienstleistern und Unternehmen ermöglichen ihre Schulungen und Qulifikationsfeststellungen mit folgenden Bausteinen zu realisieren:

  • Aufbau eines Content Management Systems zur einfachen Inhalte Verwaltung und Zuteilung von Berechtigungen und der Möglichkeit der individuellen Leistungsgruppierung
  • Benutzerverwaltung mit Rollenkonzept zur Integration von Bildungsdienstleistungen unterschiedlicher Anbieter über eine feste Schnittstelle
  • Baukastensystem zur Integration von Lernmaterialen in Form von Videos und digitalen Lernmaterialen
  • Entwicklung und Integration RC basierter Zugänge zur interaktiven Nutzung von Hardwarekomponenten zur Geräteschulung
  • Integration von KI basierten Prüfungselementen
  • Integration eines Zeit- und Ressourcen abhängigen Abrechnungssystems zur individuellen Abrechnung unterschiedlicher Leistungsanbieter
  • Schnittstelle für die Integration von Bildungs- und Qualifikationsangeboten
  • Möglichkeit des kollaborativen Arbeitens

Zur Gewährleistung des Supports und zur Sicherung einer langfristigen Entwicklungsgrundlage soll das Angebot möglichst aus einer Hand realisiert werden. Bei der Umsetzung sind die Richtlinien der DSGVO zwingend einzuhalten. Die Realisierung soll in folgenden Schritten erfolgen:

1.Entwicklung eines Konzepts zur Realisierung einer komplexen BildungsplattformGeplante erste Realisierungsphase bis Ende 2021
2.Aufbau eines generischen CMS zur einfachen Inhaltsverwaltung und Gruppierung von Leistungen unterschiedlicher Anbieter
3.Integration einer komplexen Nutzerverwaltung mit unterschiedlichen Nutzerrollen zur individuellen Vergabe und Dokumentation von übergreifenden Bildungs- und Qualifikationsdienstleistungen
Zweite Phase
4.Entwicklung und Integration interaktiver Zugänge zur Einbindung von online Hardware zu SchulungszweckenRealisation bis März 2022
5.Aufbau einer einheitlichen Schnittstelle zur Integration externer Bildungsangebote in den Bereichen online Schulung und Hardwaresteuerung; Integration eines zeitbasierten Abrechnungssystem zur Ressourcenbuchung
6.Integration eines KI basierten Trainingssystems zur Lernunterstützung und zur QualifikationsfeststellungIntegration bis Juni 2022  
7.Technischer Support über die gesamte Projektlaufphase bis Dezember 2023 

Der Bieter hat nachzuweisen, dass eine ausreichende Qualfikation besteht, um das Projekt im angestreben Zeitrahmen umzusetzen.Insbesondere in folgenden Bereichen sollte eine entsprechende Expertise nachgewiesen werden:

  • Nachgewiesene Erfahrung im Aufbau von Bildungsplattformen
  • Erfahrung im Bereich der Schnittstellenentwicklung
  • Erfahrung im Bereich der KI Implementierung
  • Erfahrung im Bereich remote Steuerung

Der Nachweis kann in Form von realisierten Referenzprojekten erfolgen. Angebote können digital unter folgender Adresse eingereicht werden: info@gfbm-akademie.de

Das R-Learning Kollektiv auf dem ITS Weltkongress

Der Klimaschutz ist ein Beschleuniger für Innovationen der Mobilität, die weit mehr als das Elektrofahrzeug betreffen. Intelligente Ampel- sowie Beleuchtungsanlagen, autonomes Fahren, digitale Vernetzung und viele weitere Konzepte und Technologien stellen sich vom 11. -15. Oktober 21 auf dem ITS (Intelligent Transport Systems) Weltkongress in der Freien und Hansestadt Hamburg vor und zeigen, wie innovative Mobilität von morgen aussieht. Der ITS Weltkongress ist das weltweit größte Leitevent zur intelligenten Verkehrssystemen und -diensten, welches die internationalen Vertreter der ITS Gemeinschaft vereint.

Auch das Team der GFBM Akademie als Teil der ITS Gemeinschaft hat sich mobilisiert und ist am Eröffnungstag nach Hamburg gefahren.

Die Eröffnungsveranstaltung im CCH – Hamburger Kongresszentrum wurde mit den Grußworten von Frau Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland) und Herrn Dr. Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister von Hamburg) eingeleitet. Danach gaben Vertreter*innen der Verkehrs- und Mobilitätsbranche sowie der ITS Gemeinschaft einen Ausblick über die Zukunft der Mobilität. Mit einem Blick nach Kenia wies Frau Dr. Auma Obama auf die Zustände der Mobilität in Afrika hin. In Ihrem Vortrag machte sie dem Publikum bewusst, dass Mobilität ein Privileg ist und nachhaltig gedacht sein muss.

Mit dem feierlichen Durchschneiden des roten Bandes wurde der ITS Weltkongress 21 eröffnet und die Ausstellung auf dem Messegelände in Hamburg zum Besuch freigegeben. Daraufhin zelebrierten die Vertreter*innen des Weiterbildungsverbundes „R-Learning Kollektiv“ (ITS mobility, der AVT Ausbildungsverbund Teltow und die GFBM Akademie) die Eröffnung auf dem Stand von ITS mobility. Das R-Learning Kollektiv freut sich auf einen spannenden Dialog zur Aus- und Weiterbildung in der Mobilitätsbranche.   

Auf digitaler Entdeckertour

Jeder kann programmieren lernen und digitale Kompetenzen mit Spaß erlangen – darauf zielt die EU CodeWeek. Vom 9.-24. Oktober sind auch 2021 wieder Bildungseinrichtungen und Unternehmen aufgefordert Workshops mit hands on, programmieren, tüfteln zu gestalten und online anzubieten. Einfach mal reinschauen und mitmachen: https://codeweek.eu/  
In der Klax Schule wurde bereits heute zum CodeWeek Day entdeckt was digital so möglich ist. Ein breites Programm von der Grundschule bis zur Oberstufe, dem sich die GFBM Akademie gerne angeschlossen hat.
Mit Blick auf nachhaltigen Umgang mit Elektronik und zur Vermeidung von Elektroschrott wurden zwei Drucker auseinandergenommen. Entdeckt wurden spannende elektronische und mechanischen Komponenten dessen Eigenschaften besprochen und online recherchiert wurden. Der Workshop ist die Basis für Schulprojekte zum eUpcycling.
Weiter hat sich die GFBM Akademie bei einem Workshop zur Steuerung von Elektromotoren mit Transistoren engagiert.
Gemeinsam hatten wir einen tollen CodeWeek Day. Wir bedanken uns bei den neugierigen und tatkräftigen Schüler*innen die mit ihrer Teilnahme unsere Workshops bereichert haben.

Wie stark sind die Betriebe und Mitarbeiter in Zukunft von dem Thema Wasserstoff betroffen?

Unter diesem Motto wurde auf dem heutigen Stammtisch des Weiterbildungsverbunds R-Learning Kollektiv unter der Federführung der GFBM Akademie das Thema Wasserstoff und Qualifikation diskutiert, die Moderation übernahm Frank Fickel vom Verbundpartner ITSmobility.

In einem Überblick stellte zunächst Herr Hüppe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Niedersachsen, die grundsätzlich Orientierung der Unternehmen dar. Aufgrund der Erfahrung mit den 96 angeschlossenen Verbänden erkläre er, dass bei den Unternehmen der klimaneutrale Umbau der Wirtschaft angekommen ist, die Ausrichtung auf bestimmte Energieträger jedoch nach Branche stark unterschiedlich ausfällt. Interesse in Bezug auf Wasserstoff besteht vor allem im Bereich der Grundstoffindustrie, da grüner Wasserstoff insbesondere in diesem Bereich die Umweltfreundlichkeit erheblich erhöhen kann. So plant die Salzgitter AG bereits ab 2025 den teilweisen Einsatz von Wasserstoff in der Stahlproduktion.

Herr Bobzien, Referent beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, merkte an, dass insbesondere im Bereich der PKW Mobilität aufgrund der immer besser werdenden Batterieleistungen nicht mit einem erhöhten Einsatz von Wasserstoff zu rechnen sei, Ausnahme bilden die Bereiche Bahn, Bus und LKW Verkehr.

Doch welche Auswirkungen hat das Thema Wasserstoff auf die Arbeitsplätze? Herr Fleckenstein, sowohl als Vertreter des Wasserstoffnetzwerks Niedersachsens als auch als Projektleiter und Vertreter der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben des DGB, erläuterte dabei die Bedeutung der Sozialpartnerschaft im Rahmen des Netzwerks, um rechtzeitig die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Fragen der Qualifikation und der Veränderung der Arbeitswelt mitzunehmen. Bei den größeren Unternehmen wird dieses Thema bereits breiter diskutiert, Schwierigkeiten bereiten jedoch die KMU, da zu diesen Unternehmen aufgrund fehlender Mitarbeitervertretungen meist kein direkter Kontakt besteht.

Auszugehen ist in Zukunft von einem Mix unterschiedlicher Energieträger, darüber waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Die Folge ist jedoch, dass sich auch der Markt in bestimmten Produktbereichen deutlich verkleinert, während in anderen Produktbereichen eine höhere Nachfrage besteht. Unternehmen werden deshalb in Zukunft auch ihre Produktion umbauen müssen, um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben.Dies erfordert auch neue Qualifikationen der Mitarbeiter. Herr Fleckenstein wies zudem darauf hin, dass auch in der Stahlindustrie von einer deutliche Reduktion und Verschiebung der Arbeitsplätze, hin zu qualifiziertem Fachpersonal, auszugehen ist.

Welche Maßnahmen sind für eine rechtzeitige Qualifikation der Mitarbeiter erforderlich? Einen interessanten Ansatz lieferte hierzu Herr Stefan, zuständig für den Bereich Arbeits- und Beschäftigungsförderung bei der Agentur für Arbeit: Wichtig ist es vor allem bereits im Bereich der Entwicklung von neuen Produkten die erforderlichen Qualifikationen mitzudenken, Forschungseinrichtungen und Hochschulen sollten deshalb auch in die Planung von Qualifikationsmaßnahmen einbezogen werden, um rechtzeitig und unter Gewährleistung der erforderlichen Sicherheitsstandards erforderliche Qualifikationsinhalte zu entwickeln. Die Weiterbildungsverbünde könnten dabei helfen diese Einrichtungen mit Berufsschulen, Berufsgenossenschaften, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen und den Unternehmen zusammenzubringen, um rechtzeitig die Curricula und die Qualifikation der Lehrkräfte an die veränderten Anforderungen des Arbeitsmarkts anzupassen.

In der abschließenden Zuschauerbefragung wurde hervorgehoben, dass das Thema in einer weiterführenden Diskussion in Bezug auf einzelne Berufsbilder vertieft werden soll, gleichzeitig sollten Ausbilder:innen und die Berufsgenossenschaften stärker in die Diskussion einbezogen werden. Wir freuen uns schon auf eine Fortführung des Stammtisches am 01.10.2021, seien auch Sie dabei.

Feierliche Preisveranstaltung des nationalen und internationalen Wettbewerbs Make-IT Digitaltalent

Nach der langen Zeit der Pandemie und dank der Unterstützung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin haben wir uns gefreut unsere Gäst*innen endlich wieder in Präsenz treffen zu können.

Die Preisverleihungszeremonie des internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Beijing-Moskau hatte am 7. September 21 in zukunftweisender Umgebung im Futurium Berlin stattgefunden. Die Entscheidungen waren bereits gefallen und dennoch blieb es weiterhin bis zur Verkündung spannend.

Mit der Einleitung von Frau Margrit Zauner (Abteilungsleiterin für Arbeit und berufliche Bildung in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin) und den Grußbotschaften der nationalen Vertreter*innen der Partnerstädte aus Berlin-Beijing-Moskau, Frau Elke Breitenbach (Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales), dem Direktor des Erziehungskomitee Beijing Herr WANG Dongjiang und Herrn Mikhail Sumbatyan (Direktor IT Hub College Moskau) wurde die Preisverleihung eröffnet.

Im ersten Teil richtete sich die Preisverleihung an den nationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente mit der Videovorstellung der nationalen Projekte aus Deutschland. Danach wurden die Preisträger*innen auf die Bühne gebeten, die ihre Preise durch Frau Christin Richter (Referatsleiterin für berufliche Qualifizierung und Berufsbildungspolitik in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin) und Herrn Dr. Ralf Hermann (Arbeitsbereichsleiter für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET)) erhalten haben.

Die glücklichen Preisträger*innen des nationalen Wettbewerb Make-IT sind die Schülerinnen und Schüler der klax Schule, als Gewinner des Jungstar Preises, die Auszubildenden des BMW Werks Berlin, als Gewinner des Professional Preises und Herr Stefan Wollner als Gewinner des Maker Preises. Für ihre besondere Leistung wurden von der nationalen Jury zudem die Schülerinnen und Schüler des Romain-Rolland-Gymnasium für ihre innovativen Ideen im Rahmen des OTIS Projekts ausgezeichnet, der Preis für das nachhaltigste Projekt ging an die Auszubildenden des Mercedes Werks Berlin.

Danach fieberten die Teilnehmer*innen und das Publikum aus Berlin-Beijing-Moskau mit Spannung der Preisverleihung des internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente entgegen.

Zur internationalen Preisverleihung waren über ZOOM auch die Teilnehmenden aus Moskau und Beijing zugeschaltet und konnten die gesamte Veranstaltung live verfolgen und aktiv an der Preisverleihung teilnehmen. Insgesamt standen für die internationale Jury, unter der Leitung von Herrn Dr. Carsten Spieker (Senior Director der GEA Group AG), die 15 besten Arbeiten aus den nationalen Wettbewerben zur Auswahl. Dabei konnten sich die deutschen Projekte mit den Auszubildenden der Siemens AG mit dem 3. Platz und dem BMW Werk Berlin mit dem 2. Platz, gleich zwei der drei begehrten Preise sichern. Der 1. Preis ging an das Projekt „Urban rain brain“, der Auszubildenden aus Zhengzhou nach China. Für ihre besondere Leistung ausgezeichnet wurde in der Kategorie Sustainability das Moskauer IT HUB Projekt „Play – Simple Sex Ed“ von Frau Yulia Frolova, das neue Wege im Bereich der Sexualerziehung entwickelt. In der Kategorie Innovation konnte mit dem Projekt „the white book“ von Daniil Gusarov ebenfalls ein Projekt des IT HUB Moskau einen der begehrten Preise erzielen.

Die Preisträger*innen erhielten neben der Auszeichnung ein großzügiges Preisgeld von jeweils bis zu 2.500.-€, welches von der „Dieter von Holtzbrinck-Stiftung“ gestiftet wurde und persönlich durch Frau Margrit Zauner, Abteilungsleiterin für Arbeit und berufliche Bildung in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin und Herrn Dr. Axel Stirl, Vorstandsvorsitzender der PIN AG übereicht wurde.

In unserem Nachmittagsprogramm erkundeten die Gäst*innen neue digitale berufsorientierte Lern- und Arbeitswelten. Abschließend entwickelte sich ein konstruktiver Austausch zwischen jungen Menschen und Bildungsexpert*innen auf unserem Sofa Talk “Nachwuchs trifft Expert*innen“. Die Exper*innen des Sofa Talk waren durch Frau Christin Richter (Referatsleiterin für berufliche Qualifizierung und Berufsbildungspolitik in der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin),  Frau Antje Bostelmann (Geschäftsführerin der Lebendig Lernen gGmbH – Klax Schule (Nominierte Schule des Deutschen Schulpreises 20/21 SPEZIAL)),  Prof. Dr. Matthias Kohl (Professor für Pädagogik, insbesondere Berufs- und Wirtschaftspädagogik, an der HdBA in Schwerin) und Herr Gerd Woweries (Geschäftsführer des ABB Ausbildungszentrum Berlin) vertreten.