SmartCities: Mobilitätswandel in unseren Städten, was qualifiziert uns dafür?

In den kommenden Jahren wird sich die Arbeitswelt auf dem Gebiet Mobilität der Bevölkerung durch den Mobilitätswandel und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung radikal verändern. Dabei werden die Städte eine Vorreiterrolle spielen. Vernetzte Systeme werden in nahezu allen Bereichen Dienstleistungen und Arbeitsweisen grundlegend verändern. Schon heute zeigen neue Player wie UBER und MOIA, dass sie sich auch von eingesessenen Firmen nicht davon abhalten lassen etablierte Strukturen grundsätzlich neu zu denken und umzusetzen.

Vernetzte Kommunikationssysteme und eine intelligente Infrastruktur werden in Zukunft sowohl unser Mobilitätsverhalten als auch unsere Arbeitsweise grundlegend verändern. Mobilitätsdienstleister und kommunale Betriebe stehen daher vor großen Herausforderungen, ihre Mitarbeiter zu unterstützen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die derzeitige Pandemie wirkt in diesem Prozess noch als Katalysator.

Ein Teil der heutigen gesellschaftlichen Diskussion ist die Frage, welche Auswirkungen das auf die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter:innen der Mobilitätswirtschaft haben wird. Unsere Stammtischreihe bringt diesen Gedanken Schritt für Schritt an die betroffenen Stellen in unserer Gesellschaft, um gemeinsam nach niederschwelligen Lösungen zu suchen, sowie die Mitarbeiter:innen auf diese Zukunft vorzubereiten.

uns auf Ihre Anregungen, Fragen und Ideen. Am Freitag, den 26.11.2021 ab 13 Uhr startet unsere neue Themenreihe mit folgenden Dozenten:

Referenten:
Dr. Britta OehlichLeiterin Wandel und Innovation
Hochbahn GmbH
Franz SchoberBusiness Development und Standardisierung
Yunex GmbH
Frank FauthGründer und CEO
Fauth und Kollegen
Moderation:
Frank FickelITS mobility

Digitaler Stammtisch „KMU Troubleshooting“ 05.11.2021

Fachkräftemangel, Technologiewandel, Transformation – Weiterbildung? Erfahrungsberichte engagierter Unternehmen und KMUs aus der Region!

Termin (online), Freitag, den 05. November 2021 13.00 – 14.30 Uhr

Die Auswirkungen der Demografie, des technologischen Wandels und der Digitalisierung prägen mittlerweile die Unternehmenskultur von KMUs und Großbetrieben. Wie können Antworten und Konzepte aus der Praxis auf diese Themen aussehen? Kann eine passgenaue und moderne Weiterbildungskultur die Antwort auf die Fragestellung sein?

An unserem Stammtisch am 05.11.2021 betrachten wir das Thema der Qualifikation aus Sichtweise der Unternehmen und diskutieren gemeinsam mit Ihnen die Situation des Fachkräftemangels und möglicher Lösungsansätze bezogen auf das Land Brandenburg.

Unternehmensvertreter und ausgewählte Bildungsexperten stellen in Form von erfolgreich umgesetzten Maßnahmen mögliche Ansätze und Lösungsvorschläge vor, die wir gerne anhand Ihrer Fragestellungen vertiefen möchten. Als Leiterin der Servicestelle Verbundausbildung des AVT gibt Frau Schubert zudem einen Einblick in die engen Zusammenarbeit mit typischen KMUs Brandenburgs im Bereich der Nachwuchsförderung.

Mit der Stammtischreihe bietet das Projekt „R-Learning Kollektiv“, gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, allen Interessierten eine Plattform zum Austausch. Niedrigschwellig in der Teilnahme und hochkarätig besetzt, diskutieren wir regelmäßig bildungsrelevante Themen im Kontext „Aufbau und Etablierung von Weiterbildungsverbünden“.

Teilnehmer

Moderation:
Daniel DrewsGeschäftsführer Berufsbildungsverein Prenzlau e.V.
Karl-Heinz GanzlebenBildungsexperte Ausbildungsverbund Teltow e.V.
Referenten:
Thomas LehnerSpezialist Bildung der Paul Hartmann AG
Michael StutzkeAusbildungsleiter Stadtwerke Prenzlau GmbH
Danny KnelsNiederlassungsleiter NEW TEC Passow
Gerhard EberweinGeschäftsführer Hydraulikservice Eberwein
Christine SchubertLeiterin der Servicestelle Verbundausbildung des AVT e.V.

Stammtisch Wasserstoff Teil 2: Themenschwerpunkt Weiterbildung

Unter dem Titel „Wasserstoff: Brauchen wir neue Berufsprofile?“ diskutierte der heutige Stammtisch Ideen für die bessere Integration von Weiterbildungsmaßnahmen in die Berufswelt. Die Moderation übernahm Uwe Schulz-Hofen, ehemaliger Abteilungsleiter „Arbeit und Berufliche Bildung“ in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.

Es diskutierten mit den Zuschauern:

  • Antonia Kohlbecher, Abteilungsleiterin für Arbeitsmarkt, Bildung, Integration und Gesellschaftspolitik bei den Unternehmensverbänden Niedersachsen, 
  • Frank Fickel, Projektmanager Netzwerkmanagement bei der ITS mobility Deutschland, Experte für die Themen Wasserstoff und automatisches sowie vernetztes Fahren und Verbundpartner im Weiterbildungsverbund 
  • Felix Fleckenstein, Projektleiter bei der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Mitglied des Niedersächsischen Wasserstoffnetzwerks 

Die Dynamik des Ausbaus der Digitalwirtschaft, der Elektromobilität, der Energie- und in der Wasserstoffwirtschaft nimmt zu. Eine Diffusion von Sprunginnovationen steht bevor. Ein dabei leicht zu übersehender, gefährlicher Engpassfaktor könnte das dafür erforderliche Fachkräfteangebot werden. 

Im 1. Block ging es um die Frage, welche konkreten Kompetenzen in der Energie-, Wasserstoff- und Digitalwirtschaft nachgefragt werden?  

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB hat auf der Grundlage einer noch sehr kleinen Datenbasis eine Liste mit Begriffen, die Bezüge zu möglichen H2-Kompetenzen aufweisen mit Anforderungen in online-Stellenanzeigen verglichen. Die identifizierten Stellen betrafen ca. 25 unterschiedliche Berufsgruppen. Das Anforderungsniveau der ausgeschriebenen Stellen wurde sowohl mit „hochkomplexe Tätigkeiten“ als auch mit „fachlich ausgerichtete Tätigkeiten“ beschrieben. 

Diese in erster Linie wissensbezogenen Kompetenzen müssen mit der Kompetenz „Fertigkeiten“ und den personalen Kompetenzen „Sozialkompetenz“ und „Selbstkompetenz“ einhergehen. Die erforderlichen Kompetenzen können nicht einfach „vermittelt“ werden; sie können z.B. im Zusammenhang mit projektbezogenen Aufgaben in Geschäftsprozessen entstehen, für die Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden müssen. Berufsübergreifende Kompetenzen werden voraussichtlich eine stärkere Bedeutung haben als berufsspezifische Kompetenzen. 

In einem 2. Block stand zur Diskussion, in welcher Weise die in Deutschland bestehenden Qualifizierungssysteme weiterentwickelt werden müssen, damit die benötigten Fachkräfte rechtzeitig und in ausreichendem Umfang qualifiziert werden können? 

Entlang der in Deutschland etablierten Ordnungsmittel und Systeme ergeben sich neue Qualifikationen erst aus der Anwendung neuer Technologien in der Praxis. Problematisch wird es aber, wenn für künftige Tätigkeiten qualifiziert werden muss, die noch nicht etabliert und teilweise noch gar nicht bekannt sind. 

Die in den Teilsystemen unterschiedlichen Flexibilitätsspielräume müssen stärker genutzt werden; Aus- und Weiterbildung sind bisher zu stark voneinander getrennt. Erfahrungen der Beschäftigten aus den Betriebsabläufen heraus müssen stärker genutzt werden. 

Im 3. Block wurde besprochen, wie möglichst viele Beschäftigte die für die Entwicklung der Energie-, Wasserstoff- und Digitalwirtschaft erforderlichen Kompetenzen möglichst schnell erwerben können? 

Betriebe entweder mitten im Innovationsprozess oder Betriebe die wegen einer angespannten Auftragslage dazu neigen, Innovationen zu verschieben, können ihre Beschäftigten nicht für eine mehrwöchige Weiterbildung entbehren. Ein schrittweise Kompetenzentwicklung von ca. 1-wöchigen Submodulen, zu Modulen und schließlich Berufsbildpositionen unter Einbeziehung von Plattformlernen und peer-group learning wurde als gangbarer Weg dafür angesehen. Dies könnte mit einer gezielten Förderung von Betrieben, die ihren Beschäftigten eine Qualifizierung ermöglichen, flankiert werden. 

Im 4. Block wurde die Rolle von Weiterbildungsverbünden thematisiert und hinterfragt, wie sie Klein- und Mittelbetriebe in diesem Prozess optimal unterstützen können. 

Dafür ist eine hohe Akzeptanz der KMU und ihrer Beschäftigten erforderlich. Die in einem Netzwerk kooperierenden Betriebe müssen davon ausgehen können, dass sie von der Zusammenarbeit gut profitieren können. Initiativen wie Ideen-Börsen können die entscheidenden Aktivitäten dafür auslösen. 

Weiterbildungsverbünde können in Zusammenarbeit mit Wirtschafts- und Sozialpartnern, unterschiedlichen Bildungsdienstleistern und Netzwerken die KMU z.B. bei  

  • der Identifizierung erforderlicher Qualifikationsanforderungen, 
  • als Lotsen bei der Auswahl der passenden Kompetenzvermittlung, 
  • mit einem betriebsspezifischen Qualifizierungscoaching, 
  • beim Aufbau von peer-group-learning 
  • der Nutzung von Qualifizierungsplattformen 

unterstützen. 

Der ITS Weltkongress naht und wir sind dabei!

Das Team des Weiterbildungsverbunds besucht gemeinsam den ITS Weltkongress

Vom 11.10. – 15.10.2021 findet dieses Jahr der ITS Weltkongress in Hamburg statt und der Weiterbildungsverbund des R-Learning Kollektivs ist dabei. Unter dem Motto „Experience Future Mobility Now“ wird sich alles um das Thema Mobilität der Zukunft drehen. Neben neuen Verkehrs- und Technikkonzepten gibt es vor allem die Gelegenheit des intensiven Austausches, um die unterschiedlichen Aspekte der Verkehrswende zu diskutieren und gemeinsam neue Visionen zu entwickeln.

Mit unserem Verbundpartner ITSmobility setzen wir als Weiterbildungsverbund unseren besonderen Schwerpunkt auf die veränderten beruflichen Anforderungen in der Mobilitätswirtschaft. Ob Elektromobilität, Wasserstofftechnologie oder intelligente Verkehrssysteme, Innovation bedeutet auch neue und veränderte Anforderungen an die Unternehmen und Mitarbeiter. Gerade kleine und mittlere Unternehmen mit einer geringen Produktpalette sehen sich plötzlich völlig neuen Anforderungen ausgesetzt. Hierüber möchten wir mit Ihnen diskutieren und gemeinsam neue Visionen entwickeln, um Sie und Ihre Mitarbeiter:innen bei der digitalen Transformation der Arbeitswelt zu unterstützen. Wir freuen uns auf viele spannende Gespräche, endlich in Präsenz und da auch noch in einem großen Rahmen.

Stammtisch regional diskutierte kontrovers Zukunftorientierung der Weiterbildung

Im zweiten Stammtisch des R-Learning Kollektivs am 09.07.2021 kamen, unter der Leitung der GFBM-Akademie, vor allem regionale Bildungsdienstleister, Verbände und Unternehmen der Region Berlin und Brandenburg zu Wort. Die Moderation und Einladung übernahm Herr Behrend, Vertreter des regionalen Bildungsdienstleisters AVT e.V..

In diesem Zusammenhang wurde das Thema der Weiterbildung sowohl leidenschaftlich als auch kontrovers diskutiert. Auf Ruf nach einem kollektivistischen Ansatz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung durch Herrn Schwarz, Geschäftsführer der AMM GmbH und Experte im Bereich Bildung und Digitalisierung, wurde dieser Punkt durch Herrn Stöckmann, langjähriger Berufsbildungsexperte der Siemens AG und heute Vorstandsvorsitzender der Vereinigung der Bildungsleiter Berlin und Brandenburg, ergänzt. Neben einem immensen Weiterbildungsbedarf, gerade bei den KMU, braucht es vor allem neue Konzepte und Wege die Ausbildungsinhalte besser an die tatsächlichen Anforderungen der Unternehmen anzupassen. Dabei wurde vor allem auf die individuelle Förderung in kleinen modularen Formaten hervorgehoben, die es KMU besser ermöglichen auf die individuellen Fähigkeiten einzugehen. Dies erfordert vor allem eine verbesserte Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, um die KMU bei der richtigen Auswahl der erforderlichen Qualifikationsmaßnahmen zu unterstützen. Hier braucht es vor allem die Unterstützung der Bildungsdiesnleister

Herr Heusler, Leiter des Qualifizierungszentrums der LEAG AG, hob vor allem hervor, dass der tiefe strukturelle Wandel der Lausitz als ehemaliges Kohle- und Energiezentrum einen tiefgreifenden Wandel der Arbeitsplätze zur Folge hat, die vor allem durch schrittweise Weiterbildung den Quereinstieg in neue Berufsfelder ermöglichen muss. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass vor allem die traditionellen Ausbildungs- und Qualifikationstrukturen aufgebrochen werden müssen, um vor allem eine einfache, schnelle und den Anforderungen angepasste Qualifizierung zu ermöglichen. Gerade die Strukturschwäche und die Abwanderung junger Arbeitskräfte braucht im Bereich derQualifikationsmöglichkeiten neue Ideen, die sich stärker von den klassischen Berufsbildern lösen.

Herr Tragmann, Ausbildungsleiter der BMW Group Berlin, stellte in diesem Zusammenhang das neue digitale Bildungskonzept von BMW vor, das mit Hilfe von Hololenses das virtuelle und standortübergreifende Lernen ermöglicht. Gleichzeitig können die Beschäftigen dadurch gezielt in erforderlichen Fähigkeiten auch außerhalb des eigentlichen Berufsbilds geschult werden. Gerade Quereinsteiger können so gut an neut Tätigkeitsfelder herangeführt werden.

Durch Herrn Ganzleben, Fachexperte im Bereich der Weiterbildung und Konzeption von bedarfsorientierten Qualifizierungsmaßnahmen für KMU, wurde vor allem die Qualifikation im Bereich der Lehrkräfte angemahnt. Hier muss in vielen Bereichen noch stärker unterstützt werden, um überhaupt eine an den Anforderungen orientierte Weiterbildung zu ermöglichen.

Von den Vertretern der Unternehmensversbände, Steffen Heller, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Brandenburg-Berlin e.V. und Herrn Volker Herrmann, Unternehmervereinigung Uckermark, wurde hervorgehoben, dass es vor allem eine im Bereich der Beratung eine bessere Unterstützung braucht und klassische Aus- und Weiterbildungsbildungsmodelle stärker aufgebrochen werden müssten. Eine wichtige Funktion kommt dabei vor allem den Kammern zu, sowohl im Bereich der Kommunikation mit den KMU als auch im Bereich der Individualisierung von Aus- und Weiterbildungsanforderungen.

Abschließend waren sich alle einig, dass die Sprungdigitalisierung durch Corona genutzt werden muss, um alte Muster aufzubrechen und die KMU im digitalen Wandel zu unterrstützen.

Erster digitaler Stammtisch erfolgreich gestartet

Mit seinem ersten Pilotstammtisch ist der Weiterbildungsverbund R-Learning Kollektiv erfolgreich durch Frau Jun Yan, Projektleiterin und Geschäftsführerin der GFBM Akdademie, in sein neues Format gestartet.

Unter der Moderation von Herrn Fickel, ITSmobility, wurden dabei unterschiedliche Aspekte der Arbeitsmarktentwicklung unter den Aspekten Weiterbildung und Mobilitätswende diskutiert. Im Vordergrund stand dabei die Frage der Veränderung der Berufsbilder und der Umgang mit Weiterbildungen, insbesondere im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen.  

Von Herrn Kurz, als Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, wurde besonders hervorgehoben, dass nicht alle Branchen im gleichen Maße von einer Veränderung der Arbeitswelt betroffen sind. Der permanente Anstieg von festen Arbeitsverhältnissen und volle Auftragsbücher in den letzten Jahren. führten auch dazu, dass sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für die Veränderung der Berufswelt noch nicht im Bewusstsein angekommen ist.

Von Frau Müller, als Vertreterin der Arbeitgeberverbände, wurde hervorgehoben, dass sich vor allem auch KMU mit dem Thema Qualifikation der Mitarbeiter überfordert fühlen. Weiterbildungsmentoren, Transformationslotsen und Weiterbildungsverbünde können hier die Unternehmen wirkungsvoll unterstützen. Insbesondere im Bereich der Fördermöglichkeiten und der an die betrieblichen Bedingungen vor Ort angepassten Weiterbildungen fühlen sich die KMU nicht ausreichend unterstützt.

Von Herrn Vogelsang, als Vertreter der Berliner Wirtschaftsgespräche e.V., wurde zudem betont, dass insbesondere im IT-Bereich akut an qualifiziertem Nachwuchs fehlt, gleichzeitig ist ein stetiger Rückgang an dualen Ausbildungsplätzen zu beobachten. Dies verdeutlicht auch, dass die Verantwortung der Nachwuchsförderung in Bezug auf die Unternehmensentwicklung bei vielen Unternehmen noch nicht angekommen ist.

Insbesondere die Frage nach Verantwortungen und Akteuren in der Weiterbildung stieß dabei auf großes Diskussionsinteresse des Publikums. Hervorgehoben wurde dabei besonders auch eine bessere Integration der Hochschulen und Weiterbildungsdienstleister in die Weiterbildung. Frau Müller betonte dabei, dass die Unternehmen nicht allein die Last der Weiterbildung tragen können, auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten sich an ihrer Qualifikation beteiligen.

Hervorgehoben wurde, dass insbesondere im Bereich der Aufstiegsqualifikation von gering qualifizierten Berufen ein großes Defizit besteht. Digitale und neue Bildungsformate könnten das „learning on the job“ deutlich verbessern. Hier wurde sowohl von den Diskussionsteilnehmern als auch vom Publikum deutlicher Handlungsbedarf angemahnt. Herr Vogelsang hob zudem hervor, dass Weiterbildung, insbesondere im beruflichen Umfeld, auch eine Qualifikation der Ausbilder/innen und Lehrkräfte bedeuten muss, um eine Qualifikation der Arbeitnehmer/innen überhaupt zu ermöglichen. Schulungen und Weiterbildungen in dieser Gruppe sollten deshalb deutlich stärker gefördert werden.

Das sehr positive Echo hat uns, die GFBM Akademie und unsere Verbundpartner, darin bestärkt dieses Format noch weiter auszubauen. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns auf noch viele weitere Stammtische mit aktiver Publikumsbeteiligung.

Teilnehmende

Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit Bundesagentur für Arbeit Oliver Kurz, Fachbereichsleiter Marktentwicklung und Migration

Regionaldirektion Berlin-Brandenburg Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Susanne Müller, Stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung

Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Siegfried Vogelsang, Memorandum Gruppe – Reform der berufliche Bildung 2026 Berlin

Moderation Weiterbildungsverbund R-learning Kollektiv Frank Fickel, ITS mobility e.V.

Stammtisch digital am 28.05.2021

„Flotte Politik aber langsame Unternehmen?“

Haben wir den globalen digitalen Wandel verstanden und sind wir ihm gewachsen?

In den kommenden Jahren wird sich die Arbeitswelt auf dem Gebiet der Mobilität durch den Verkehrswandel und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung radikal verändern. Sowohl die Fahrzeughersteller und Zulieferer als auch Werkstätten, Mobilitätsdienstleister und kommunale Betriebe stehen daher vor großen Herausforderungen, um ihre Mitarbeiter zu unterstützen und sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die derzeitige Pandemie wirkt in diesem Prozess zusätzlich als Katalysator und treibt insbesondere die Digitalisierung der Arbeitsprozesse voran.


„Weiterbildung und Qualifizierung sind mehr denn je Voraussetzung, das Berufsleben in die eigene Hand zu nehmen. Wir brauchen daher eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland, die Weiterbildung als selbstverständlichen Teil des Lebens versteht. Politik kann dabei den Rahmen setzen und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen.“

Strategiepapier der Nationalen Weiterbildungsstrategie

Unsere Stammtischreihe soll diesen Gedanken Schritt für Schritt an die betroffenen Stellen in unserer Gesellschaft heranbringen und alle Akteure motivieren, gemeinsam mit uns nach niederschwelligen Lösungen zu suchen, um die Mitarbeiter*innen auf die Zukunft der Arbeitswelt vorzubereiten.

Die neue Stammtischreihe des „R-Learning Kollektiv“ bietet allen Interessierten eine direkte Austauschplattform mit Vertretern aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften und der Politik….und hoffentlich auch mit Ihnen!

Niedrigschwellig in der Teilnahme und hochkarätig besetzt, diskutieren wir regelmäßig Megathemen der Mobilität und der Arbeitsveränderung durch Digitalisierung. Von der E-Mobilität bis zur Veränderung der Arbeitswelt durch Industrie 4.0 diskutieren wir ihre Fragen und versuchen Denkanstöße zu geben, um Unternehmen und ihre Mitarbeiter bei der Veränderung der Arbeitswelt zu unterstützen.

Diese Woche diskutieren mit ihnen im Podium:

Deutscher Gewerkschaftsbund Bundesvorstand Mario Patuzzi, Referatsleiter Grundsatzfragen der Beruflichen Bildung & Weiterbildung

Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit Bundesagentur für Arbeit Oliver Kurz, Fachbereichsleiter Marktentwicklung und Migration

Regionaldirektion Berlin-Brandenburg Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Susanne Müller, Stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung

Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Siegfried Vogelsang, Memorandum Gruppe – Reform der berufliche Bildung 2026 Berlin

Moderation Weiterbildungsverbund R-learning Kollektiv Frank Fickel, ITS mobility e.V.Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung und Ihre Fragen.

Freitag, den 28. Mai 2021
13.00-14.30 Uhr

Podiumsdiskussion mit offener Fragerunde

Ausbildung digital: Lehrerfortbildung in China

GFBM Akademie führt Web-Seminar für die Lehrerfortbildung des chinesischen Berufscollege Lishui (Zhejaing) durch

Am 05.01.2021 veranstaltete die GFBM-Akademie ein Web-Seminar zur Lehrerfortbildung am chinesischen Berufscollege Lishui (Provinz Zhejiang). Thema war die „Durchführungskontrolle der elektrischen Sicherheit einer Doppelkolben Anlage“. Die Prüfung und Dokumentation erfolgte nach dem deutschen Standard VDE 0100-600.

Ziel der Weiterbildung ist es auf Grundlage des mechatronischen Systems der Doppelkolbenanlage die Handlungskompetenz der zukünftigen Mechatroniker zu verbessern. Zur besseren Veranschaulichung erfolgte die Vermittlung des theoretischen Wissens praxisnah in Form eines virtuellen Praxisseminars. In den vorangegangenen Seminaren wurde bereits die Umsetzung der fachgerechten Herstellung des Schaltschranks und der Bedieneinheit intensiv erläutert. Ziel ist es auch in China die deutschen Standards der professionell strukturierten dualen Berufsausbildung zu erreichen.

Im ersten Teil des Web-Seminars wurden die allgemeinen Gefahren einer elektrischen Anlage während des Betriebs dargestellt. Neben den gesetzlich geforderten Technischen Regeln erfolgte die Darstellung praxisnah durch die Ermittlung unterschiedlicher Prüfwerte. Ziel ist es die Personensicherheit und die Anlagensicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig wurde die verpflichtende Dokumentation, einschließlich der erforderlichen Kalkulationen, erläutert und das Ausfüllen des Protokolls demonstriert.

Das Seminar soll den Lehrkräften ermöglichen die Schüler in diesem Jahr auf eine AP1 Prüfung nach deutschen Standard vorzubereiten.