Bildung trifft Industrie

Die Bewegung „Fridays for future” zeigt, wie ernst gerade junge Menschen die Klimakrise nehmen. Neue Energieformen und vor allem die nachhaltige Nutzung der Ressourcen werden in Zukunft unsere Produktionsprozesse und Lebensweisen grundlegend verändern.

Energie und Nachhaltigkeit – für eine bessere Welt von morgen!

Industrieareal PankowPark: 30.05.2022 von 8:30 bis 15:00 Uhr, Hertzstr.67 13158 Berlin GFBM Akademie gGmbH

Mit unserer Veranstaltung möchten wir junge Menschen motivieren, Naturphänomene zu erkunden, sich aktiv mit Technik auseinanderzusetzen, und dabei innovative Technologien und neue Ausbildungsberufe zu entdecken.

  • Wie erzeugt eine Wärmepumpe Energie?
  • Wie funktionieren moderne Antriebssysteme in Schienenfahrzeugen?
  • Wie arbeiten intelligente Systeme in der Gebäudetechnik?
  • Wie funktioniert Prototyping in der Konstruktion und Entwicklung nachhaltiger Produkte?

Insbesondere Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 bis 12 erhalten die Gelegenheit sich bei uns und unseren Kooperationspartnern, dem ABB Ausbildungszentrum, Stadler Rail, General Electric und der GEA Klimatechnik, über Technologien zur nachhaltigen Energienutzung zu informieren. Anhand von Workshops und Betriebsbesichtigungen können die Schülerinnen und Schüler Technik hautnah erfahren und ihre Potenziale entdecken.

Eine Anmeldung kann sowohl klassenweise als individuell erfolgen. Da die Termine begrenzt sind, nutzen Sie zur rechtzeitigen Anmeldung und für nähere Informationen bitte folgendes Formular:

Wasserstoff – auf der letzten Meile?

In den kommenden Jahren wird sich die Arbeitswelt auf dem Gebiet Mobilität der Bevölkerung durch die Verkehrswende und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung radikal verändern. Dies betrifft zum einen unser Mobiltiätsverhalten an sich, die bessere Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel untereinander, aber auch die Veränderung der Antriebssysteme.

Teil der heutigen Diskussion ist deshalb die Frage, welche Rolle Wasserstoff in der Mobilität der Zukunft spielen wird. Wieweit müssen wir bereits heute den Blick auf die Zukunft fokussieren, um mit der erforderlichen Infrastruktur und den beruflichen Qualifikationen rechtzeitig auf eine Wende vorbereitet zu sein?

Bei den Nutzfahrzeugen scheint sich der Wasserstoff in Zukunft als „Neuer Diesel“ zu etablieren. Aber wie sieht es auf der letzten Meile aus? Zulieferfahrzeuge mit Brennstoffzelle oder gar FuelCell-Lastenfahrräder?

Sowohl die Fahrzeughersteller, Zulieferer als auch Werkstätten, Mobilitätsdienstleister und kommunale Betriebe stehen daher vor großen Herausforderungen, ihre Mitarbeiter zu unterstützen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Doch wie können neue Ideen und Qualifikationsmaßnahmen in die kleinen und mittleren Unternehmen gelangen, ohne diese zu überfordern?

Eine Berufsschule in Burgdorf in Niedersachsen traut sich, aus eigener Kraft etwas zu tun, um bereits bei den Auszubildenden die Motivation zu fördern, sich mit dem Thema Wasserstoff auseinanderzusetzen. Hiermit möchten wir das Thema des letzten Stammtisches fortsetzen, um gerade KMU zu zeigen, wie Ausbildung und Qualifikation zur Unternehmensentwicklung beitragen können.

Um gemeinsam mit Ihnen nach niederschwelligen Lösungen zu suchen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Zukunft vorbereiten, freuen wir uns auf:

Teilnehmer
Christoph Falkner    StudiendirektorBBS Burgdorf
Jens Stegemann    Technische Leitunge2H2 DriveSystems GmbH
Moderation
Frank FickelNetzwerkmanagementITS mobility

Bericht zum Stammtisch “Wasserstoff – Retrofit für Nutzfahrzeuge vom 08.04.2022

Zu Gast beim Stammtisch “Wasserstoff – Retrofit für Nutzfahrzeuge“, waren Maik Groß (Leiter Technisches Training, FAUN Umwelttechnik) und Sven Hertel (CEO, LEELOO Engineering).

Der Einbau eines Wasserstoffantriebs in Nutzfahrzeuge oder der Retrofit-Umbau unterliegt besonderen Herausforderungen, die es erforderlich machen entsprechendes Personal für die veränderten Anforderungen zu qualifizieren. Welche Schritte im Prozess der Weiterbildungsmaßnahmen fehlen oder bereits exsitieren, was verbesserungswürdig und wie ein zukünftiges Bildungsmodell aussehen könnte, wurde mit zwei Experten aus der Wasserstoffbranche diskutiert.

Die Qualifizierung des Personals ist vermeintlich der Schlüssel zum Erfolg. Besonders wichtige Bausteine sind die Förderung derintrinsischen Motivation eines jeden Einzelnen sowie die zeitliche Planung in der die Qualifikation umgesetzt werden soll. Dabei sollte das Interesse der Mitarbeiter*innen an neuen Technologien als Grundlage dienen, um Firmen einen Mehrwert zu geben, ihr Personal zu schulen und weiterzubilden.

Vor allem im Bereich von Wasserstofftechnologien ist das Angebot noch ausbaufähig, da bei den meisten Unternehmen in diesem Bereich noch Unwissenheit herrscht. Falsche Vorstellungen über die Potenziale und überholte Vorurteile müssen abgebaut werden. Neben dem Aufbau einer passenden Infrastruktur muss auch eine weitgreifende Diskussion zu den beruflichen Anforderungen erfolgen, wenn die Klimaziele bis 2050 erreicht werden sollen. Eine 100%tige Wasserstoffnutzung soll bis dahin möglich sein. Infrastrukturen müssen ausgebaut werden, denn nur wenn die Nutzung vorhanden ist, können die Bildungsmaßnahmen mit dem Technologiewandel Hand in Hand gehen. Der Retrofit-Umbau kann in den Werkstätten dezeit kaum umgesetzt werden, da das Personal und die Infrastrukturen der Werkstätten nicht auf Wasserstoffantriebe ausgelegt sind.

Doch wer sieht sich in der Pflicht den Denkanstoß bei der Umrüstung zu geben? Digitale Mobilität muss schließlich ganzheitlich betrachtet werden. Die Qualifikation der Mitarbeiter*innen hält dabei der technischen Entwicklung kaum stand. Bereits bei der Entwicklung neuer Technologien sollte die berufliche Qualifikation mitgedacht werden, um die Entwicklung von Weiterbildungsmaßnahmen deutlich zu verkürzen. Hier müssen Testfelder erschlossen und die Zugänge für Unternehmen einfacher gestaltet werden, um schneller eine Vielzahl an Personal umschulen zu können.

Praxisorientierte Trainings- und Anwendungsfälle ermöglichen es einen schnelleren Zugang zu neuer Technologie zu gewähren. Netzwerke können an dieser Stelle hilfreich sein, um die Zugänge zu generieren, da neue Technologien bei geringerer Nutzung zu Beginn sehr kostenintensiv sind. Ein solcher Ausbau muss genutzt werden, um die erforderliche Infrastruktur möglichst schnell auszubauen und den Nutzen für die Unternehmen zu erhöhen. Eine Stärkung der Nachfrage ist somit essenziell, da sind sich die Teilnehmer des Stammtisches einig.

Regelmäßige Schulungen sollten deshalb ein fester Bestandteil der Weiterbildungsmaßnahmen für alle Mitarbeiter*innen sein. Dabei dürfen die Basisqualifikationen nicht außer Acht gelassen werden, es muss übergreifend im gesamten Infrastrukturbereich gedacht werden. Als Beispiel kann hier die Installation von Ladesäulen gelten: ein Prozess, der nur sehr langsam voranschreitet, da die erforderlichen Fachkräfte fehlen, die diese installieren können. Der ganzheitliche Gedanke muss her, hier sollte aus den Fehlern der Elektomobilität gelernt werden. Was bringt das Auto auf der Straße, wenn es keine Tankstellen gibt, keine Werkstätten, die diese Autos reparieren können? Gerade bei der Umrüstung auf Wasserstoff erfordert es häufig eine eigene Tankstelle, da es ansonsten an einer Infrastruktur fehlt.

Um in diesem Bereich die Ausbildung voranzutreiben müssen bisherige Aus- und Weiterbildungen schneller an veränderte Anforderungen angepasst werden. Vor allem die Berufsschulen handeln dahingehend zu defensiv. Der Kontakt zu Bildungseinrichtungen müsste regelmäßiger bestehen, als es derzeit der Fall ist, um schneller auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren zu können. Der Prozess der Etablierung neuer Weiterbildungsmaßnahmen ist noch zu langsam.

Insgesamt könnte dieser Prozess beschleunigt werden, wenn Kooperationen mit Technologiezentren hergestellt und aufgebaut werden. Hierzu müsste die starre Bildungsstruktur geöffnet werden, um schnell und flexibel neue Bausteine im Bereich der Qualifikation zu entwickeln, die auch außerhalb der klassischen Berufsbildungsstruktur in Kompetenzzentren vermittelt werden können. Die Industrie- und Handelskammern könnten hier als Schnittstelle im Bereich der Zertifizierung und Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteure wirken. Für Interessierte würde dies bedeuten, dass verschiedene Module zur Thematik Wasserstoff in verschiedenen Firmen erworben werden können, die entsprechend als Qualifikation anerkannt werden.

Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Teilnehmern des Stammtisches und freuen uns auf die nächste Diskussionsrunde.

Innovationstag stößt auf große Resonanz

Mit dem 1.Innovationstag der GFBM Akademie und ihrer Verbundpartnern ITS mobility, AVT und BBVP zu den Themen IT- Sicherheit, Qualifikation Zukunft und Mobility international ist der Weiterbildungsverbund R-Learning Kollektiv auf große Resonanz gestoßen, wir bedanken uns für die vielen positiven Rückmeldungen.

Ganz herzlich möchten wir uns deshalb bei den vielen Unternehmen bedanken, die uns die Tür geöffnet haben, um ihre Konzepte, Schwierigkeiten und Lösungen zum Thema Digitalisierung vorzustellen. Unser besonderer Dank geht auch an Frau Margrit Zauner, Abteilungsleiterin für Arbeit und berufliche Bildung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin und Herrn Florian Köhler, Referent der Projektgruppe „Nationale Weiterbildungsstrategie“ des BMAS, die am Anfang der Veranstaltung ihre Konzepte für eine Weiterbildungsstrategie vorgestellt haben.

Im ersten Panel zum Thema der IT-Sicherheit stand der Umgang und die Sicherheit der persönlichen Daten im Vordergrund. Nach der Vorstellung unterschiedlicher Konzepte seitens der Unternehmen standen in der anschließenden vor allem die Gefahren des Datenmissbrauchs und die richtige Qualifikation der Mitarbeiter im Vordergrund.

Das zweite Panel setzte den Fokus ganz auf den Bereich der Mitarbeiterqualifikation. Hervorgehoben wurde dabei von den Unternehmen die Wichtigkeit flexibler Qualifikationen und die Unterstützung durch staatliche Fördermaßnahmen, insbesondere für KMU, um Ausfälle am Arbeitsplatz besser zu kompensieren. Wie Qualifikation und Bildung neu gedacht werden müssen, um die Potenziale neuer Lernformate besser zu nutzen, wurde im weiteren Verlauf des Panels vorgestellt. Wie berufsbegleitende Bildung sich in die Arbeitswelt und Lebenswelt integrieren lässt, wurde dabei eindrucksvoll von Herrn Daniel Steier, Program Manager Apprenticeships Gigafactory Tesla geschildert. Eine Vertiefung des Thema ist in einer weiteren Veranstaltung im April geplant.

Das dritte Panel konnte mit dem Thema Mobility einen neuen Schwerpunkt setzten, der auch im Rahmen der kommenden Stammtische noch weiter vertieft werden soll. Losgelöst von der Diskussion über neue Fahrzeugtechniken wurde vor allem die Frage zukünftiger Mobilitätsmodelle und die Nutzung intelligenter Systeme in der Datenanalyse vertieft. Nach einer kurzen Einführung durch Herrn Nake, Handelsbeauftragter der kanadischen Botschaft und Frau van der Zee Managing Director ITS/STI Canada hatten junge Startups aus Kanada das Wort. Ob intelligentes Parksystem, Verkehrsanalyse oder die Bewertung der Strassenqualität, die vorgestellten Projekte zeigen, wie praxisnah heutige KI basierte Systeme arbeiten können. Eine genauere Vorstellung der Projekte ist in der kommenden Woche auf unserer Webseite geplant.

Abschließend möchten wir insbesondere der kanadischen Botschaft und den Unternehmen danken, die durch ihre Bereitschaft und Unterstützung die Veranstaltung erst möglich gemacht haben. Um allen, die leider am 31.01. nicht dabei sein konnten werden wir in den kommenden Wochen einige Ergebnisse und Beispiele auf unserer Webseite näher vorstellen.

Innovationstag digital am 31.01.2022

Ein neues Jahr eröffnet immer auch neue Optionen, um sich an den veränderten Anforderungen der Arbeitswelt neu auszurichten oder für das Unternehmen neue Ideen zu sammeln und frische Kontakte zu knüpfen. Mit dem Innovationstag des Weiterbildungsverbund am 31.01.2022 von 11 bis 16 Uhr möchen wir diesen Anforderungen gerecht werden und Sie herzlich dazu einladen. Ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Praxisberichten und Diskussionsrunden erwartet Sie und natürlich auch der Möglichkeit des gegenseitigen Austausches; Digital, Regional und International.

Weitere Informationen finden Sie direkt auf unserer Seite des Weiterbildungssverbunds, wir freuen uns auf Sie.

Kick off am 25.01.2022 zum 2.Internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente

Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr startet der 2.Internationale Wettbewerb Make-IT Digitaltalente am 25.01.2022 mit der offiziellen Eröffnungsveranstaltung, international und digital.

Auch dieses Jahr wollen wir wieder Auszubildenden und Studierenden in der dualen Ausbildung die Gelegenheit bieten ihre Ideen und Projekte zum Thema der Digitalisierung der Berufswelt einem internationalen Publikum zu präsentieren. Im Gegensatz zum letzten Jahr wird es dieses Jahr zwei unterschiedliche Kategorien geben, um eine noch größere Palette interessanter Projekte abbilden können. Gleichzeitig sollen auch ausbildungsübergreifende Teams eine bessere Chance erhalten gemeinsam interessante Ideen zu entwickeln und zu realiseren. Wie bereits im letzten Jahr möchten wir dies mit einer gemeinsamen internationalen Informationsveranstaltung begehen, um gemeinsam allen Interessierten einen ersten Einblick in das Konzept des Wettbewerbs zu geben. Die Veranstaltung wird deshalb online und zeitgleich in allen drei Ländern stattfinden.

Auch Sie haben die Gelegenheit live mit dabei zu sein, melden Sie sich einfach und unverbindlich über diese Webseite an und erhalten Sie nähere Informationen zum Wettbewerb. Wir freuen uns auf Sie.

Programm

8:30 – 8:40 UhrAnmeldung
8:40 – 9:00 UhrVideos der Arbeiten des ersten internationalen Wettbewerbs
9:00 – 9:10 UhrBegrüßung Frau Jun Yan
Geschäftsführerin der GFBM Akademie
9:10 – 9:15 UhrEröffnungsansprache Frau Margrit Zauner
Abteilungsleiterin für Arbeit und berufliche Bildung in der Senatsverwaltung
für Integration, Arbeit und Soziales Berlin
9:15 – 9:20 UhrEröffungsansprache Beijing Municipal Education Commission
9:20 – 9:25 UhrEröffnungsansprache Herr Mikhail Sumbaytan
Leiter des IT HUB College, Moskau
9:25 – 9:40 UhrKick-off
Vorstellung und Einführung in den zweiten Make-IT Wettbewerb
9:40 – 9:45 UhrAbschlussansprache Herr Siegfried Vogelsang
Präsident der GFBM Akademie

Anmeldung

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SmartCities: Mobilitätswandel in unseren Städten, was qualifiziert uns dafür?

In den kommenden Jahren wird sich die Arbeitswelt auf dem Gebiet Mobilität der Bevölkerung durch den Mobilitätswandel und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung radikal verändern. Dabei werden die Städte eine Vorreiterrolle spielen. Vernetzte Systeme werden in nahezu allen Bereichen Dienstleistungen und Arbeitsweisen grundlegend verändern. Schon heute zeigen neue Player wie UBER und MOIA, dass sie sich auch von eingesessenen Firmen nicht davon abhalten lassen etablierte Strukturen grundsätzlich neu zu denken und umzusetzen.

Vernetzte Kommunikationssysteme und eine intelligente Infrastruktur werden in Zukunft sowohl unser Mobilitätsverhalten als auch unsere Arbeitsweise grundlegend verändern. Mobilitätsdienstleister und kommunale Betriebe stehen daher vor großen Herausforderungen, ihre Mitarbeiter zu unterstützen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die derzeitige Pandemie wirkt in diesem Prozess noch als Katalysator.

Ein Teil der heutigen gesellschaftlichen Diskussion ist die Frage, welche Auswirkungen das auf die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter:innen der Mobilitätswirtschaft haben wird. Unsere Stammtischreihe bringt diesen Gedanken Schritt für Schritt an die betroffenen Stellen in unserer Gesellschaft, um gemeinsam nach niederschwelligen Lösungen zu suchen, sowie die Mitarbeiter:innen auf diese Zukunft vorzubereiten.

uns auf Ihre Anregungen, Fragen und Ideen. Am Freitag, den 26.11.2021 ab 13 Uhr startet unsere neue Themenreihe mit folgenden Dozenten:

Referenten:
Dr. Britta OehlichLeiterin Wandel und Innovation
Hochbahn GmbH
Franz SchoberBusiness Development und Standardisierung
Yunex GmbH
Frank FauthGründer und CEO
Fauth und Kollegen
Moderation:
Frank FickelITS mobility

Digitaler Stammtisch „KMU Troubleshooting“ 05.11.2021

Fachkräftemangel, Technologiewandel, Transformation – Weiterbildung? Erfahrungsberichte engagierter Unternehmen und KMUs aus der Region!

Termin (online), Freitag, den 05. November 2021 13.00 – 14.30 Uhr

Die Auswirkungen der Demografie, des technologischen Wandels und der Digitalisierung prägen mittlerweile die Unternehmenskultur von KMUs und Großbetrieben. Wie können Antworten und Konzepte aus der Praxis auf diese Themen aussehen? Kann eine passgenaue und moderne Weiterbildungskultur die Antwort auf die Fragestellung sein?

An unserem Stammtisch am 05.11.2021 betrachten wir das Thema der Qualifikation aus Sichtweise der Unternehmen und diskutieren gemeinsam mit Ihnen die Situation des Fachkräftemangels und möglicher Lösungsansätze bezogen auf das Land Brandenburg.

Unternehmensvertreter und ausgewählte Bildungsexperten stellen in Form von erfolgreich umgesetzten Maßnahmen mögliche Ansätze und Lösungsvorschläge vor, die wir gerne anhand Ihrer Fragestellungen vertiefen möchten. Als Leiterin der Servicestelle Verbundausbildung des AVT gibt Frau Schubert zudem einen Einblick in die engen Zusammenarbeit mit typischen KMUs Brandenburgs im Bereich der Nachwuchsförderung.

Mit der Stammtischreihe bietet das Projekt „R-Learning Kollektiv“, gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, allen Interessierten eine Plattform zum Austausch. Niedrigschwellig in der Teilnahme und hochkarätig besetzt, diskutieren wir regelmäßig bildungsrelevante Themen im Kontext „Aufbau und Etablierung von Weiterbildungsverbünden“.

Teilnehmer

Moderation:
Daniel DrewsGeschäftsführer Berufsbildungsverein Prenzlau e.V.
Karl-Heinz GanzlebenBildungsexperte Ausbildungsverbund Teltow e.V.
Referenten:
Thomas LehnerSpezialist Bildung der Paul Hartmann AG
Michael StutzkeAusbildungsleiter Stadtwerke Prenzlau GmbH
Danny KnelsNiederlassungsleiter NEW TEC Passow
Gerhard EberweinGeschäftsführer Hydraulikservice Eberwein
Christine SchubertLeiterin der Servicestelle Verbundausbildung des AVT e.V.

Stammtisch Wasserstoff Teil 2: Themenschwerpunkt Weiterbildung

Unter dem Titel „Wasserstoff: Brauchen wir neue Berufsprofile?“ diskutierte der heutige Stammtisch Ideen für die bessere Integration von Weiterbildungsmaßnahmen in die Berufswelt. Die Moderation übernahm Uwe Schulz-Hofen, ehemaliger Abteilungsleiter „Arbeit und Berufliche Bildung“ in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen.

Es diskutierten mit den Zuschauern:

  • Antonia Kohlbecher, Abteilungsleiterin für Arbeitsmarkt, Bildung, Integration und Gesellschaftspolitik bei den Unternehmensverbänden Niedersachsen, 
  • Frank Fickel, Projektmanager Netzwerkmanagement bei der ITS mobility Deutschland, Experte für die Themen Wasserstoff und automatisches sowie vernetztes Fahren und Verbundpartner im Weiterbildungsverbund 
  • Felix Fleckenstein, Projektleiter bei der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes und Mitglied des Niedersächsischen Wasserstoffnetzwerks 

Die Dynamik des Ausbaus der Digitalwirtschaft, der Elektromobilität, der Energie- und in der Wasserstoffwirtschaft nimmt zu. Eine Diffusion von Sprunginnovationen steht bevor. Ein dabei leicht zu übersehender, gefährlicher Engpassfaktor könnte das dafür erforderliche Fachkräfteangebot werden. 

Im 1. Block ging es um die Frage, welche konkreten Kompetenzen in der Energie-, Wasserstoff- und Digitalwirtschaft nachgefragt werden?  

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB hat auf der Grundlage einer noch sehr kleinen Datenbasis eine Liste mit Begriffen, die Bezüge zu möglichen H2-Kompetenzen aufweisen mit Anforderungen in online-Stellenanzeigen verglichen. Die identifizierten Stellen betrafen ca. 25 unterschiedliche Berufsgruppen. Das Anforderungsniveau der ausgeschriebenen Stellen wurde sowohl mit „hochkomplexe Tätigkeiten“ als auch mit „fachlich ausgerichtete Tätigkeiten“ beschrieben. 

Diese in erster Linie wissensbezogenen Kompetenzen müssen mit der Kompetenz „Fertigkeiten“ und den personalen Kompetenzen „Sozialkompetenz“ und „Selbstkompetenz“ einhergehen. Die erforderlichen Kompetenzen können nicht einfach „vermittelt“ werden; sie können z.B. im Zusammenhang mit projektbezogenen Aufgaben in Geschäftsprozessen entstehen, für die Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden müssen. Berufsübergreifende Kompetenzen werden voraussichtlich eine stärkere Bedeutung haben als berufsspezifische Kompetenzen. 

In einem 2. Block stand zur Diskussion, in welcher Weise die in Deutschland bestehenden Qualifizierungssysteme weiterentwickelt werden müssen, damit die benötigten Fachkräfte rechtzeitig und in ausreichendem Umfang qualifiziert werden können? 

Entlang der in Deutschland etablierten Ordnungsmittel und Systeme ergeben sich neue Qualifikationen erst aus der Anwendung neuer Technologien in der Praxis. Problematisch wird es aber, wenn für künftige Tätigkeiten qualifiziert werden muss, die noch nicht etabliert und teilweise noch gar nicht bekannt sind. 

Die in den Teilsystemen unterschiedlichen Flexibilitätsspielräume müssen stärker genutzt werden; Aus- und Weiterbildung sind bisher zu stark voneinander getrennt. Erfahrungen der Beschäftigten aus den Betriebsabläufen heraus müssen stärker genutzt werden. 

Im 3. Block wurde besprochen, wie möglichst viele Beschäftigte die für die Entwicklung der Energie-, Wasserstoff- und Digitalwirtschaft erforderlichen Kompetenzen möglichst schnell erwerben können? 

Betriebe entweder mitten im Innovationsprozess oder Betriebe die wegen einer angespannten Auftragslage dazu neigen, Innovationen zu verschieben, können ihre Beschäftigten nicht für eine mehrwöchige Weiterbildung entbehren. Ein schrittweise Kompetenzentwicklung von ca. 1-wöchigen Submodulen, zu Modulen und schließlich Berufsbildpositionen unter Einbeziehung von Plattformlernen und peer-group learning wurde als gangbarer Weg dafür angesehen. Dies könnte mit einer gezielten Förderung von Betrieben, die ihren Beschäftigten eine Qualifizierung ermöglichen, flankiert werden. 

Im 4. Block wurde die Rolle von Weiterbildungsverbünden thematisiert und hinterfragt, wie sie Klein- und Mittelbetriebe in diesem Prozess optimal unterstützen können. 

Dafür ist eine hohe Akzeptanz der KMU und ihrer Beschäftigten erforderlich. Die in einem Netzwerk kooperierenden Betriebe müssen davon ausgehen können, dass sie von der Zusammenarbeit gut profitieren können. Initiativen wie Ideen-Börsen können die entscheidenden Aktivitäten dafür auslösen. 

Weiterbildungsverbünde können in Zusammenarbeit mit Wirtschafts- und Sozialpartnern, unterschiedlichen Bildungsdienstleistern und Netzwerken die KMU z.B. bei  

  • der Identifizierung erforderlicher Qualifikationsanforderungen, 
  • als Lotsen bei der Auswahl der passenden Kompetenzvermittlung, 
  • mit einem betriebsspezifischen Qualifizierungscoaching, 
  • beim Aufbau von peer-group-learning 
  • der Nutzung von Qualifizierungsplattformen 

unterstützen. 

Der ITS Weltkongress naht und wir sind dabei!

Das Team des Weiterbildungsverbunds besucht gemeinsam den ITS Weltkongress

Vom 11.10. – 15.10.2021 findet dieses Jahr der ITS Weltkongress in Hamburg statt und der Weiterbildungsverbund des R-Learning Kollektivs ist dabei. Unter dem Motto „Experience Future Mobility Now“ wird sich alles um das Thema Mobilität der Zukunft drehen. Neben neuen Verkehrs- und Technikkonzepten gibt es vor allem die Gelegenheit des intensiven Austausches, um die unterschiedlichen Aspekte der Verkehrswende zu diskutieren und gemeinsam neue Visionen zu entwickeln.

Mit unserem Verbundpartner ITSmobility setzen wir als Weiterbildungsverbund unseren besonderen Schwerpunkt auf die veränderten beruflichen Anforderungen in der Mobilitätswirtschaft. Ob Elektromobilität, Wasserstofftechnologie oder intelligente Verkehrssysteme, Innovation bedeutet auch neue und veränderte Anforderungen an die Unternehmen und Mitarbeiter. Gerade kleine und mittlere Unternehmen mit einer geringen Produktpalette sehen sich plötzlich völlig neuen Anforderungen ausgesetzt. Hierüber möchten wir mit Ihnen diskutieren und gemeinsam neue Visionen entwickeln, um Sie und Ihre Mitarbeiter:innen bei der digitalen Transformation der Arbeitswelt zu unterstützen. Wir freuen uns auf viele spannende Gespräche, endlich in Präsenz und da auch noch in einem großen Rahmen.