04.03.2022 SmartCities und der mobile Speckgürtel. Qualifiziertes Chaos?

Die immer weiter fortschreitende Digitalisierung und der damit einhergehende Mobilitätswandel führt nicht nur zu einer radikalen Veränderung unseres Mobilitätsverhaltens, sondern wird auch unsere Arbeitsweisen grundlegend verändern. Dabei werden die Städte, mit ihrer Infrastruktur und ihrem Verhältnis zum Speckgürtel, eine Vorreiterrolle spielen.

Teil der heutigen Diskussion ist deshalb die Frage, welche Auswirkungen dies auf die notwendige Qualifikation der Mitarbeiter*innen der Mobilitätswirtschaft haben wird. Sind die Probleme mit Stau, Parkplatzmangel und vollen Innenstädten von den Städten hausgemacht? Oder sind es vielmehr die Pendler, die unsere Städte verstopfen, um sich nach der Arbeit wieder auf das ruhige Land zurückzuziehen.

Was hat Corona aus den Pendlerströmen gemacht? Sind verteilte Arbeitsmodelle und SmartWorkingAreas in den Vorstädten und auf dem Land ein Modell der Zukunft? Können wir – setzt sich der Radverkehr konsequent durch – überhaupt noch pendeln? Welche Auswirkungen hat diese Veränderung vor allem auf Lieferdienste und Dienstleistungen, die auf Fahrzeugen angewiesen sind? Parkplatzmangel und verstopfte Strassen erschweren schon heute die Arbeit vieler Handwerksunternehmen. Wie können SmartCities durch eine intelligente Vernetzung neue Strukturen entwickeln und welche Auswirkungen hat dies auf unsere Arbeitswelt?

Unsere Stammtischreihe soll durch die gemeinsame Diskussion neue Gedanken Schritt für Schritt an die betroffenen Stellen in unserer Gesellschaft heranbringen, um gemeinsam nach kreativen und intelligenten Lösungen zu suchen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rechtzeitig auf die veränderten beruflichen Anforderungen der Zukunft vorbereiten.

SmartEducation darf sich deshalb nicht ausschließlich auf die rein fachliche Qualifikation reduzieren, sondern muss auch die außerberuflichen Fähigkeiten, die Interessen der Mitarbeiter*innen und die Veränderung der Arbeitswelt im Auge behalten. Nur durch eine den veränderten Anforderungen angepasste Qualifikation und die Akzeptenz von Weiterbildungen, kann die Integration neuer Technologien im Unternehmen gelingen.

Diese Themen möchten wir gerne mit Ihnen und unseren Dozenten diskutieren und gemeinsam erste Ideen entwickeln. Wir freuen uns auf:

Dozenten
Prof. Michael OrtgieseHead of Department Traffic Management DLR
Christian BredlowTwinDaddyDigital Mindset
Kai ZiesmannProjektleiterBBW Gruppe
Moderation
Frank FickelProjektmanager NetzwerkmanagementITS mobility

Schulung von Jugendprojekten des BAMF zu Zyklusorientierter Projektplanung (ZyPP©)

Wie in allen Jahren seit 2014 hat die GFBM Akademie auch im Herbst 2018 Integrationsprojekte des BAMF in Methoden des zielorientierten und nachhaltigen Projektmanagements geschult. 40 Projektverantwortliche für BAMF Jugendprojekte besuchten unsere in Köln und Berlin angebotenen Schulungen. Mit dem von der GFBM Akademie entwickelten ZyPP© Ansatz verfügen die Projektverantwortlichen nun über ein nützliches Instrument für eine nachhaltige, an den Integrationszielen der Projekte ausgerichtete Steuerung ihrer Projekte. Wir freuen uns über ein außerordentlich positives Feedback der Teilnehmer*innen zum Nutzen unsere Seminare für ihre eigene Arbeit. Vielen Dank dafür!

Seminar zur Fortbildung von Lehrkräften beruflicher Colleges in China (FeelNow 1)

In der Zeit vom 15.-29.10.2018 fand in der GFBM Akademie ein weiteres Seminar zur Fortbildung von Lehrkräften beruflicher Colleges in China (FeelNow 1) statt, an dem 24 Berufsschullehrer aus unterschiedlichen beruflichen Colleges der Stadt Hangzhou teilnahmen. Das Seminar verfolgte das Ziel, den Teilnehmern einen fundierten Einblick in das Duale System der Berufsausbildung in Deutschland zu geben und über seine Strukturen, Institutionen und Mechanismen zu informieren. Ein weiterer Fokus wurde auf die Gestaltung arbeitsprozessnaher und arbeitsprozessintegrierter Lehr- und Lernprozesse gelegt. Dazu wurden Anregungen für die methodische Gestaltung von beruflichem Unterricht gegeben. In einer Ausbildungssimulation sowie durch zahlreiche Besuche unterschiedlicher Einrichtungen der beruflichen Bildung in Berlin erlebten die Teilnehmer darüber hinaus „hautnah“, wie das Duale System die Herausforderungen einer auf berufliche Arbeitsprozesse ausgerichteten Unterrichts- und Ausbildungsgestaltung meistert.

In der Diskussion mit den Teilnehmern des Seminars wurde ferner erörtert werden, welche Möglichkeiten sich anbieten, um das Gelernte in die berufliche Praxis der Teilnehmer in China zu transferieren und dort umzusetzen. Die von den Teilnehmern erstellten Präsentationen zu vorgegebenen Aufgabenstellungen im Seminar lieferten auch dazu weiterführende und interessante Vorschläge, die Gegenstand eines ausführlichen Abschlussgesprächs im Seminar waren. Ein letzter Tag des Seminars (29.10.) fand in Frankfurt/Main statt und bot neben dem Besuch der Julius-Leber-Berufsschule (Fachbereich Logistik) ein Highlight mit einer Rundfahrt über den Flughafen Frankfurt, der eigens für das Seminar durch die Personalabteilung der Fraport GmbH organisiert wurde und den Teilnehmern die vielfältigen Arbeitsbereiche/Tätigkeitsfelder und Ausbildungsaktivitäten von Fraport nahe brachte.

Prüfung nach dem deutschen Standard in Ningbo China

Am 08.10.2018 hat die GFBM Akademie zwei Experten, Herrn Jian Ji, den Projektleiter, und Herrn Alexander Frey, den Fachtrainer der KFZ Innung Berlin, nach China geschickt, um eine Abschlussprüfung Teil I nach dem deutschen Standard in Ningbo durchzuführen.

In Ningbo Yinzhou Berufsschule haben wir ein Projekt „Sino-German Klasse für KFZ“ seit anderthalb Jahren. Dort lernen 19 chinesische Schüler praxisorientiert und bearbeiten die Lern- und Arbeitsaufgaben mit verschiedenen Arbeitsständen.

In der ersten Woche haben wir mit den chinesischen Lehrern die Prüfungsstände eingerichtet und ihnen als Prüfern das Prüfungsverfahren erläutert.

In der zweiten Woche wurden die praktische Prüfung an 6 Prüfungsständen und die mündliche Prüfung bzw. das Fachgespräch an einem Stand durchgeführt. Die Prüfdauer für jeden Prüfling an jedem Stand betrug 30 Minuten und jeder Prüfling musste durch die 7 Prüfungsstände gehen. Letztendlich haben alle Schüler die Prüfungen bestanden: 5 davon mit guten Leistungen, 6 mit befriedigenden Leistungen, der Rest mit ausreichenden Leistungen.

Am 19.10.2018 wurde eine Zeremonie der Zertifikatübergabe veranstaltet. Alle Prüflinge waren sehr stolz darauf, dass sie das Zertifikat erhalten haben, und möchten weiter fleißig lernen, um spät die Abschlussprüfung Teil II auch bestehen zu können.

Lehrerfortbildung für Changchun VW-Berufsschule

Im Zeitraum vom 17. – 28.09.2018 hat die GFBM Akademie ein zweiwöchiges Seminar mit dem Thema „E-Mobility“ für die 7 köpfigen chinesischen Berufschullehrer von der Changchun VW-Berufsschule in der Fachschule der KFZ Innung Berlin in Bernau durchgeführt. Herr Thomas Grey, der Fachtrainer der KFZ-Innung, hat in der ersten Fortbildungsphase die KFZ-Elektronik und Bussysteme behandelt, damit ein gutes Basis für die chinesischen Lehrer wegen ihren unterschiedlichen Qualifikationen und Fachschwerpunkten geschaffen wurde.

In der zweiten Phase wurde das Hauptthema „Hoch Voltaire“ mit den entsprechenden Arbeitsständen bearbeitet.

Während der Fortbildung wurden auch noch zwei Exklusionen – bei DEKRA Berlin und Motor Company Toyota Berlin-Marzahn organisiert.

Zum Ende wurden eine theoretische Prüfung und eine Abnahmeprüfung zur Arbeitsprobe veranstaltet. Die chinesischen Lehrer haben die Prüfungen erfolgreich bestanden. Wir seien sehr dankbar dafür, dass wir bei der Weiterbildung in Deutschland viel gelernt haben, sagte der chinesischer Gruppensprecher, Herr Li, Qizhen.

Industrie 4.0 – Herausforderungen für die chinesische Papierindustrie

Am 28.6.2018 veranstaltete die GFBM Akademie in ihren Räumen im Industriepark Pankow einen Workshop zum Thema „Industrie 4.0 – Herausforderungen für die chinesische Papierindustrie“.

Den Eröffnungsbeitrag leistete Frau Yan, Geschäftsführerin der GFBM Akademie. Sie betonte das besondere Interesse der Akademie an der Förderung des Dialogs zwischen Berliner/deutscher und chinesischen Unternehmen und wies darauf hin, dass I 4.0 nicht nur eine technische sondern ebenso eine arbeitsorganisatorische wie auch humane Dimension besäße – die Mitarbeiter der Unternehmen müssten in den Entwicklungs- und Gestaltungsprozess der industriellen Produktion einbezogen werden. In die gleiche Richtung wiesen Herr Xie, Zuoqian, Abteilung Technologie der Botschaft der VR China wie auch Bettina Heinen, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie, Betriebe – Bereich Außenwirtschaft, Europapolitik. Frau Heinen hob in ihrem Beitrag die besonderen wirtschaftlichen Beziehungen Berlins zu China hervor – China ist weltweit zweitgrößter Markt für Berliner Produkte und Dienstleistungen.

Die Gäste – 26 Vertreter unterschiedlichster Unternehmen aus der Papier- und Druckindustrie – wählten Berlin als letzte Station ihrer einwöchigen Deutschlandreise. Sie waren zuvor an Standorten der 4.0-Industrie: bei SIEMENS, Heidelberger Druck und Voith Maschinenbau. In Berlin sollte der Workshop der GFBM Akademie ihre Eindrücke zum technologischen Stand der 4.0-Entwicklung in Deutschland zusammenfassen und mit Vertretern der Berliner Wirtschaft reflektieren. Dazu waren die Unternehmen GEA und EuroFoil geladen – beides sind Unternehmen, die am Standort Pankow ihren Sitz haben.

Den Abschluss des Workshops bildete der Betriebsbesuch bei der Möller Druck und Verlag Group. Das Kerngeschäft des Unternehmens liegt im Heatset-Rollenoffsetdruck und der Weiterverarbeitung von Printprodukten. Den Hauptanteil der Produktion macht dabei die Herstellung von Zeitschriften und Katalogen aus. Gedruckt werden rund 130 periodisch erscheinende Publikationen vom Wochen-, Monats- bis zum Quartalstitel. Darüber hinaus zählen Kataloganbieter wie Reise-, Handels- und Industrieunternehmen zu den jahrelangen Kunden. Der Geschäftsführer Silvio Antmann führte die Gäste durch die hochmoderne Produktionsstätte. Besonders angetan hatte den chinesischen Besuchern die neue 16 Seiten-Rollenoffsetmaschine Rotoman. Sie bietet für das Unternehmen ganz neue Druckvarianten, die bisher nicht herstellbar waren. Beeindruckt waren sie von der Qualität der Erzeugnisse und dem hohen Stand der verwendeten Technologien.

 

Die Experten der GFBM-Akademie gehen nach Hannover

Am 24. April 2018 findet auf der Hannover Messe das 3. Chinesisch-Deutsche Smart Industry Forum statt. Das Forum versammelt über 150 chinesische Unternehmer bzw. Unternehmen mit einem großen Interesse an Themen wie Smart lndustry, Energy Efficiency, Industrie 4.0, Efficient Manufacturing, Process Automation usw. Ziel dieses Forums ist, sich gegenseitig mit deutschen Unternehmen über die Geschäftsmöglichkeiten und Aufgaben auszutauschen.

Die GFBM-Akademie ist als vortragender Partner am Runden Tisch von deutschen sowie chinesischen Experten eingeladen.
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Schulung der Lehrkräfte des Kfz-Instituts der Beijing Polytechnic zu Elektromobilität

China setzt auf Elektromobilität. Das Management der Beijing Polytechnic erkennt die Zeichen der Zeit und bereitet sich in Zusammenarbeit mit der GFBM Akademie auf die mit der Durchsetzung der Elektromobilität einhergehenden neuen Kompetenzanforderungen an Kfz-Fachkräfte vor. Zum Auftakt der gemeinsamen Entwicklung eines entsprechenden Lehrgangsangebotes wurden alle Lehrkräfte des Kfz-Instituts zu den Grundlagen der Elektromobilität geschult. Neben den technischen Aspekten des elektrischen Antriebs erfuhren die 20 Lehrkräfte in der 2-wöchigen Schulung auch viel über die energie- und umweltpolitischen, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Hintergründe einer sich verändernden Mobilität. Der technische Partner für die Schulung in Peking war die Kfz-Innung Berlin.

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Kooperationsvereinbarung zwischen GFBM Akademie und Phoenix Contact unterzeichnet

Als erste Gäste in den neuen Räumlichkeiten im Pankow-Park begrüßte die Geschäftsführung der GFBM Akademie Vertreter der Firma Phoenix Contact aus Nanjing und Blomberg.

Der Gegenbesuch von Dr. Ing. Du Pinsheng (Vizepräsident der chinesischen Holding) und Klaus Hengsbach (Abteilungsleiter Didaktik in Deutschland) diente der Intensivierung der Firmenkontakte sowie dem weiteren Ausloten gemeinsamer Projektvorhaben.

Nach regem Gedankenaustausch und lebhafter Diskussion eines kompetenzbasierten und handlungsorientierten Ansatzes eines Lernmodells 4.0 unterzeichneten beide Partner einen Kooperationsvertrag, der die weitere Zusammenarbeit im Schwerpunktbereich „Industrie 4.0 und China 2025“ zum Inhalt hat. Die GFBM Akademie unterstützt in der Zukunft Phoenix Contact bei der Beteiligung an einschlägigen Ausschreibungen in China; Phoenix Contact ist für geplante Projektvorhaben der GFBM Akademie ein wichtiger Industriepartner bezüglich technischer Ausstattung und methodisch-didaktischer Begleitung beruflicher Qualifizierungen im Themenfeld Industrie 4.0.

Ein erstes gemeinsames Projekt ist bereits auf dem Weg! Wir freuen uns auf eine spannende Zusammenarbeit in Zukunftsfeldern der beruflichen Bildung!