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Make-IT China Regionalwettbewerb | Erfolgreicher Abgeschluss

Am 6. Juni 2021 wurde der Make-IT China Regionalwettbewerb von der GFBM Akademie und der it alliance in China erfolgreich durchgeführt. 48 Teams von chinesischen Berufskollegs haben sich dem Wettbewerb gestellten.

Auf Initiative der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin führt die GFBM Akademie das Projekt „Make-IT Digitaltalente internationaler Wettbewerb“ im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Beijing-Moskau durch.

Das Vorhaben zielt auf die kreativen Potenziale der Auszubildenden*innen und Schüler*innen zu fördern und Ideen, Innovation und Motivation für eine gemeinsame und nachhaltige Welt miteinander auszutauschen und voneinander zu lernen.

Die Vertreter*innen der GFBM Akademie, des Pekinger ECR-Instituts, der Tsinghua Universität und der Pekinger Akademie für Erziehungswissenschaften bildeten das neunköpfige Jurorenteam zur Betreuung und Bewertung der Wettbewerbsarbeiten.

Mit Unterstützung der Lehrer*innen, die die einzelnen Teams betreuen, bereiteten die jungen Student*innen ihre Arbeiten und Dokumentationen vor und präsentierten diese im Wettbewerb. Die Wettbewerbsarbeiten umfassen mehrere Wissens- und Kreativitätskategorien, wie z.B. Smart Manufacturing mit IA, Health Care mit VR, Smart City mit Big Data, Digital Teaching und Smart Home.  Viele Arbeiten sind hoch innovativ und technisch versiert, und einige Arbeiten haben bereits mit der Produktion für den Markt begonnen, während die meisten anderen noch in der Prototypenphase sind. Das Gesamtniveau der Wettbewerbsarbeiten spiegelt die digitale Entwicklung und den Innovationsgeist der beruflichen Bildung im heutigen China vor dem Hintergrund der Digitalisierung vollständig wider.

Aufgrund der negativen Auswirkungen der Epidemie kann der Regionalwettbewerb China nur online durchgeführt werden. Die teilnehmenden Teams erläuterten und demonstrierten die Arbeiten durch das Online-Meeting-System und diskutierten die Fragen der Juror*innen-Teams. Basierend auf den von der GFBM Akademie vorgegebenen Bewertungskriterien bewertete das Juror*innen-Team die Arbeiten und die Präsentation sowie die dahinter stehenden Konzepte und Fähigkeiten. Nach Abzug einer höchsten und einer niedrigsten Punktzahl wurde die Durchschnittspunktzahl als Endergebnis des Teams gebildet.  Am Ende waren fünf Teams aus den Provinzen Henan, Shandong, Hubei, Zhejiang und Liaoning unter den besten fünf und werden zum internationalen Finale aufsteigen.

Ende Juni 2021 wird das Make-IT-Team Gastgeberin des Wettbewerbs in Peking sein. Als Partnerstadt von Berlin wird Peking weitere 5 Gewinner*innen unterstützen, die zum internationalen Finale von Make-IT in Berlin aufsteigen. Siegerteams aus Deutschland, China und Russland werden auf der gleichen Bühne den Wettbewerb genießen und das Weltniveau der beruflichen Bildung und der innovativen Fähigkeiten junger digitaler Talente demonstrieren.

Berufliche Bildung Berlin: Vom Risikofaktor zum Erfolgsmotor.

Diskussion: Ziele der beruflichen Bildung in Berlin bis 2026

Memorandum-Gruppe der Berliner Wirtschaftsgespräche diskutiert die Agenda 2026 der beruflichen Bildung Berlin mit Franziska Giffey (SPD) und Marcel Fratzscher (DIW). Moderiert durch Herrn Siegfried Vogelsang Präsident der GFBM Akademie gGmbH

Unter dem Motto „Berufliche Bildung in Berlin: vom Risikofaktor zum Entwicklungsmotor der Stadt“ diskutierten am Dienstag, den 01.06.2021, unter Leitung von Herr Vogelsang (Präsident der GFBM Akademie) und mit Teilnahme von Frau Franziska Giffey (SPD-Vorsitzende) und Herrn Marcel Fratzscher Präsident des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Bildungslandschaft aktuelle Themen der zukünftigen Bildungsorientierung.

Inhalt der Veranstaltung war es vor allem neue Wege der dualen Ausbildung zu diskutieren, um der sinkenden Zahl der Auszubildenden in der Stadt entgegenzuwirken und Berlin als Wirtschaftsstandort zu festigen. Frau Giffey betonte dabei besonders den Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um 40% im letzten Jahr. Neben dem pandemiebedingten Rückgang der Ausbildungsplätze wurde dabei vor allem die mangelhafte Unterstützung bei der beruflichen Orientierung genannt. Wichtiger Diskussionspunkt war dabei vor allem die fehlende inhaltliche Information zu den einzelnen Ausbildungsgängen, die es den Jugendlichen erschwert die richtige Ausbildung zu finden.

Gleichzeitig wurden die Betriebe verstärkt in der Verantwortung gesehen mehr Praktikums- und Ausbildungsplätze anzubieten, um sich aktiv an der Nachwuchssicherung zu beteiligen. Seitens Frau Giffey wurde dabei auch das Prämienprogramm der Bundesregierung hervorgehoben, um ausbildende Betriebe direkt zu fördern.

Finanzielle Förderung der Unternehmen allein hilft den Jugendlichen jedoch noch nicht bei der beruflichen Orientierung, hier sind eindeutig die Oberstufenzentren und Schulen gefragt, um die Jugendlichen bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen. Hauptproblem bildet dabei das fehlende berufliche Wissen in breiten Teilen der Lehrerschaft und der Mangel an Fachlehrern, um die Schülerinnen und Schüler für eine berufsorientierte Ausbildung zu interessieren. Insbesondere die Oberstufenzentren sollten hier noch stärker in die Verantwortung genommen werden.

Von Herrn Fratzscher wurde zudem der rasante Wandel der beruflichen Anforderungen erwähnt, die eine langfristige Orientierung auf ein festes Berufsbild deutlich erschweren. So ist zwar abzusehen, dass in Zukunft vor allem Berufsbilder mit hoher Sozialkompetenz im Bereich der Gesundheit, Pflege, Pädagogik und IT gesucht sein werden, eine Entwicklung in anderen Bereichen ist jedoch noch nicht absehbar. Unterstützt wurde deshalb von allen Teilnehmenden die Forderung auch die Weiterbildung stärker in den Fokus zu nehmen, um Übergänge zwischen Ausbildung und Studium zu erleichtern und die berufsbegleitende Qualifikation zu verbessern. Hier sollen insbesondere auch die Hochschulen stärker in die Verantwortung genommen werden, um gemeinsam einen Masterplan der beruflichen Qualifikation zu entwickeln. Die Forderung von Herrn Vogelsang in Zukunft die unterschiedlichen Senatsbereiche Arbeit, Bildung und Forschung besser miteinander zu verbinden, wurde sowohl von Frau Giffey als auch den Teilnehmenden unterstützt. Die GFBM Akademie, in Vertretung der Geschäftsführerin Frau Jun Yan, möchte diesen Diskurs gerne im Rahmen ihres Projekts Make-IT und dem Weiterbildungsverbund auf eine breitere Basis stellen, um diese Diskussion stärker in den Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu etablieren. Insbesondere die Themen Lehrerqualifikation und berufliche Orientierung von Schülerinnen und Schüler sollen deshalb noch stärker etabliert und nach außen kommuniziert werden. Darum fördert die GFBM Akademie nicht nur den internationalen Bildungsaustausch, sondern setzt auch stärker auf die gemeinsame Entwicklung neuer Bildungsformate, um die Lehrkräfte bei den veränderten Anforderungen zu unterstützen. Wir freuen uns auf eine Fortführung im Weiterbildungsverbund und im Rahmen der internationalen Preisverleihung „Make-IT Digitaltalente“(am 07.09 9:00 bis 15:00 save the date 07.09.2021 – make-IT)

Erster digitaler Stammtisch erfolgreich gestartet

Mit seinem ersten Pilotstammtisch ist der Weiterbildungsverbund R-Learning Kollektiv erfolgreich durch Frau Jun Yan, Projektleiterin und Geschäftsführerin der GFBM Akdademie, in sein neues Format gestartet.

Unter der Moderation von Herrn Fickel, ITSmobility, wurden dabei unterschiedliche Aspekte der Arbeitsmarktentwicklung unter den Aspekten Weiterbildung und Mobilitätswende diskutiert. Im Vordergrund stand dabei die Frage der Veränderung der Berufsbilder und der Umgang mit Weiterbildungen, insbesondere im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen.  

Von Herrn Kurz, als Vertreter der Bundesagentur für Arbeit, wurde besonders hervorgehoben, dass nicht alle Branchen im gleichen Maße von einer Veränderung der Arbeitswelt betroffen sind. Der permanente Anstieg von festen Arbeitsverhältnissen und volle Auftragsbücher in den letzten Jahren. führten auch dazu, dass sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für die Veränderung der Berufswelt noch nicht im Bewusstsein angekommen ist.

Von Frau Müller, als Vertreterin der Arbeitgeberverbände, wurde hervorgehoben, dass sich vor allem auch KMU mit dem Thema Qualifikation der Mitarbeiter überfordert fühlen. Weiterbildungsmentoren, Transformationslotsen und Weiterbildungsverbünde können hier die Unternehmen wirkungsvoll unterstützen. Insbesondere im Bereich der Fördermöglichkeiten und der an die betrieblichen Bedingungen vor Ort angepassten Weiterbildungen fühlen sich die KMU nicht ausreichend unterstützt.

Von Herrn Vogelsang, als Vertreter der Berliner Wirtschaftsgespräche e.V., wurde zudem betont, dass insbesondere im IT-Bereich akut an qualifiziertem Nachwuchs fehlt, gleichzeitig ist ein stetiger Rückgang an dualen Ausbildungsplätzen zu beobachten. Dies verdeutlicht auch, dass die Verantwortung der Nachwuchsförderung in Bezug auf die Unternehmensentwicklung bei vielen Unternehmen noch nicht angekommen ist.

Insbesondere die Frage nach Verantwortungen und Akteuren in der Weiterbildung stieß dabei auf großes Diskussionsinteresse des Publikums. Hervorgehoben wurde dabei besonders auch eine bessere Integration der Hochschulen und Weiterbildungsdienstleister in die Weiterbildung. Frau Müller betonte dabei, dass die Unternehmen nicht allein die Last der Weiterbildung tragen können, auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten sich an ihrer Qualifikation beteiligen.

Hervorgehoben wurde, dass insbesondere im Bereich der Aufstiegsqualifikation von gering qualifizierten Berufen ein großes Defizit besteht. Digitale und neue Bildungsformate könnten das „learning on the job“ deutlich verbessern. Hier wurde sowohl von den Diskussionsteilnehmern als auch vom Publikum deutlicher Handlungsbedarf angemahnt. Herr Vogelsang hob zudem hervor, dass Weiterbildung, insbesondere im beruflichen Umfeld, auch eine Qualifikation der Ausbilder/innen und Lehrkräfte bedeuten muss, um eine Qualifikation der Arbeitnehmer/innen überhaupt zu ermöglichen. Schulungen und Weiterbildungen in dieser Gruppe sollten deshalb deutlich stärker gefördert werden.

Das sehr positive Echo hat uns, die GFBM Akademie und unsere Verbundpartner, darin bestärkt dieses Format noch weiter auszubauen. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns auf noch viele weitere Stammtische mit aktiver Publikumsbeteiligung.

Teilnehmende

Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit Bundesagentur für Arbeit Oliver Kurz, Fachbereichsleiter Marktentwicklung und Migration

Regionaldirektion Berlin-Brandenburg Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Susanne Müller, Stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung

Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Siegfried Vogelsang, Memorandum Gruppe – Reform der berufliche Bildung 2026 Berlin

Moderation Weiterbildungsverbund R-learning Kollektiv Frank Fickel, ITS mobility e.V.

Make-IT goes IT HUB

Wer in Moskau eine kreative und digitale Ausbildung sucht ist im IT HUB College in Moskau genau richtig. Vom IT HUB College in Moskau sind mehrere Teilnehmer mit ihren Ideen beim internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente dabei.

Unsere Make-IT Referentin Marina Fuchs ist zurzeit in Moskau. Ihren Aufenthalt hat sie am 27.05.21 mit dem Besuch der Leitung des IT HUB Colleges in Moskau verbunden. Bei ihrem Treffen mit Herrn Mikhail Sumbatyan (Direktor), Frau Svetlana Morokhova (stellv. Direktorin) und Frau Irina Selezneva (Direktorin für intern. Beziehungen) wurden sowohl die Teilnahme der russischen Studenten an dem Finale des internationalen Wettbewerbs in Berlin als auch die Aspekte der Zusammenarbeit besprochen.

Stammtisch digital

„Flotte Politik aber langsame Unternehmen?“

Haben wir den globalen digitalen Wandel verstanden und sind wir ihm gewachsen?

In den kommenden Jahren wird sich die Arbeitswelt auf dem Gebiet der Mobilität durch den Verkehrswandel und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung radikal verändern. Sowohl die Fahrzeughersteller und Zulieferer als auch Werkstätten, Mobilitätsdienstleister und kommunale Betriebe stehen daher vor großen Herausforderungen, ihre Mitarbeiter zu unterstützen, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die derzeitige Pandemie wirkt in diesem Prozess noch als Katalysator und treibt insbesondere die Digitalisierung voran.

Unsere Stammtischreihe soll diese Gedanken Schritt für Schritt an die betroffenen Stellen in unserer Gesellschaft heranbringen und alle Akteure motivieren, mit uns gemeinsam nach niederschwelligen Lösungen zu suchen, die Mitarbeiter*innen auf diese Zukunft vorzubereiten.

Mit der neuen Stammtischreihe bietet das „R-Learning Kollektiv“ allen Interessierten eine Plattform zum Austausch. Niedrigschwellig in der Teilnahme und hochkarätig besetzt, diskutieren wir regelmäßig alle Megathemen der Mobilität mit den Beteiligten besprechen: Von der E-Mobilität bis zum Autonomen Fahren, und sowohl mit den politischen Entscheidern als auch mit dem Praxisberichten von den Betrieben bis zu den Werkstätten.

Wir diskutieren mit Unternehmen, Kammern und Verbänden, Influencern, Bildungsanbietern, allen Betroffenen… und hoffentlich auch mit Ihnen!  Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung und Ihre Fragen.

Freitag, den 28. Mai 2021
13.00-14.30 Uhr

Podiumsdiskussion mit offener Fragerunde

Anmeldung ab 18.05.2021

eUpcycling: Abschluss

Es muss nicht immer neu sein. Nachhaltig digitale und kreative Projekte in der Ausbildung zu gestalten ist das Ziel des Wettbewerb eUpcycling. Auszubildende haben die Aufgabe bekommen sich anhand ausrangierter Geräte ein Konzept für die Nachnutzung zu entwickeln und dieses technisch umzusetzen. Unter dem Aspekt der Reaktivierung und Digitalisierung sind tolle Ideen und Projekte entstanden.
Sieger des Wettbewerbs eUpcycling ist das Team Siemens ITA. Die Auszubildenden haben sich einem Modell der ersten Ampelanlage Deutschlands gewidmet, dessen original seit 1924 am Potsdamer Platz in Berlin steht. Das 30 Jahre alte Modell wurde mit einer neuen Steuerung und Stromversorgung ausgestattet. Weiter haben die Auszubildenden eine selbstgestaltete USB- Ladestation integriert. Der Kern der Digitalisierung ist die Entwicklung einer Internetseite, von der das Ampelmodell weltweit bedient werden kann. Das Projekt wird im Kontext der Mobilität digital weiterentwickelt. Damit nimmt das Team Siemens ITA auch am internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente teil.

Team Siemens ITA, Sieger Wettbewerb eUpcycling


Das zweitplatzierte Team des Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Berlin hat eine ausrangierte Festo MPS Anlage wieder in Betrieb genommen und um ein selbstentwickeltes Modul erweitert. Somit ist ein Kreislauf für die Sortierung von Materialproben entstanden. Auch dieses Projekt wird weiterverfolgt und in der Digitalisierung weiterentwickelt.

ALBBW Team, zweiter Platz Wettbewerb eUpcycling

Mit der Auszeichnung der Siegerteams und dem Abschluss des Wettbewerb eUpcycling ist das Thema Nachhaltig im Zusammenhang mit der Digitalisierung jedoch nicht abgeschlossen. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind auch für den internationalen Wettbewerb Make-IT Digitaltalente und zukünftige Wettbewerbe zentrale Themen. Make-IT ist weiter auf der Suche nach Ideen bzw. Projekten, die dem Charakter des eUpcycling entsprechen. Also sei dabei und melde dich bei uns make-it@gfbm-akademie.de.

GFBM Akademie Berlin in Lishui, Zhejiang, China | Erfolgreich abgelegte AP1-Zwischenprüfung für Mechatroniker*innen und Zerspanungsmechaniker*innen

Vom 16. bis 19. Mai 2021 führte die GFBM Akademie Berlin in Lishui, Provinz Zhejiang, China, erfolgreich die AP1-Halbzeitprüfung für Berufe Mechatroniker*innen und Zerspanungsmechaniker*innen nach deutschen Standards durch. Die Prüfung ist ein weiterer Meilenstein im deutsch-chinesischen Kooperationsprojekt zwischen dem Berufscollege Lishui, der GFBM Akademie Berlin und dem Institut für Berufliche Bildung der Tongji Universität Shanghai. Wie immer sind Prüfungen nicht nur ein Test für die Auszubildenden sondern auch ein Test für die Qualität der vorangegangenen Ausbildung.

Die GFBM Akademie war verantwortlich für die Vorbereitung und Organisation sowie für die Ausarbeitung der Prüfungsinhalte. Das Berufscollege in Lishui wie auch die GFBM Akademie legten großen Wert auf eine Prüfung, die sich an deutschen Standards der gestreckten Abschlussprüfungen für gewerbliche technischer Berufe ausrichtet. Grundlage der Prüfung war eine von der GFBM Akademie, dem Berufscollege Lishui und der Tongji Universität vereinbarte Prüfungsordnung. Prüfungsvorsitzender war Bernd Antmann, langjähriger Geschäftsführer des ABB Ausbildungszentrums Berlin und über 20 Jahre Vorsitzender in den IHK Prüfungsausschüssen in Berlin für Mechatroniker*innen und Zerspanungsmechaniker*innen. Antmann und Mitarbeiter der GFBM Akademie entwickelten des Prüfungskonzept schon zu Beginn der Ausbildung am 1.9 2019, so dass allen Beteiligten sehr früh die deutschen Anforderungen an eine erfolgreiche Abschlussprüfung bekannt waren. Das Curriculum und der Lehrplan wurden auf deutschen Berufsinhalte und Leistungsanforderungen abgestimmt. Die Prüfungsvorbereitung für die Auszubildenden des Berufscollege Lishui wie auch für die Lehrkräfte begann kurz nach dem diesjährigen Frühlingsfest am 1.3.2021.

Die Prüfung wurde von der GFBM Akademie Berlin in strikter Übereinstimmung mit den Anforderungen des deutschen Berufsbildungsgesetzes (BBIG) organisiert und durchgeführt. Die Student*innen, die die Prüfung ablegten, mussten die ersten drei Semester des Studiums in Übereinstimmung mit dem Ausbildungsplan und dem Lehrprogramm absolvieren und das Semesterzeugnis und andere relevante Dokumente pünktlich am Ende jedes Semesters einreichen, um zur Prüfung zugelassen zu werden.

Prüfungsdurchführung

Die Prüfer der Schott-Gruppe und der Tongji-Universität stellen Fragen an die Kandidaten in der Verteidigung.

In China ist bekannt, dass Unternehmen in der deutschen dualen Berufsausbildung eine wichtige Rolle spielen. Als wichtiger Bestandteil der beruflichen Bildung ist auch eine tiefe Einbindung der Betriebe in die deutschen Berufsbildungsprüfungen notwendig. Zur Teilnahme an der Prüfung war es aber aufgrund der durch die Pandemie erlassenen Einreisebeschränkungen nicht möglich, Prüfungsexperten aus Deutschland eine Teilnahme an der Prüfung zu ermöglichen. Die GFBM Akademie arbeitet mit der SCHOTT AG in Lishui zusammen und erreichte, dass drei leitende Mitarbeiter des fachpraktischen  Personals (Engineers) den betrieblichen Part der Prüfungskommission übernahmen.

Um sicherzustellen, dass die Prüfung an die lokalen Bedürfnisse Chinas angepasst ist, hatte die GFBM Akademie Berlin außerdem zwei Experten des Instituts für berufliche und technische Bildung des Projektpartners Tongji Universität Shanghai als Mitglieder des Prüfungskomitees eingeladen, um die Prüfungsplanung und -gestaltung, die Erstellung des Prüfungslehrplans, das Training vor der Prüfung, die Prüfungsaufsicht und die Bewertung der Prüfungsergebnisse durchzuführen und abzuschließen.

Dank der sorgfältigen Vorbereitung durch die GFBM Akademie Berlin und der Unterstützung der prüfenden Institutionen konnte die Prüfung wie geplant erfolgreich durchgeführt werden. Vor Beginn der Prüfung gaben Frau Yan Jun, der Präsident der Akademie Herr Vogelsang und Herr Antman, Vorsitzender des Prüfungsausschusses den Lehrern und Schüler*innen per Videokonferenz eine Prüfungsmotivation.

Theoretischer Prüfungsraum

Insgesamt 47 Studenten des Lishui Vocational and Technical College nahmen an dieser Prüfung teil. Am ersten Tag absolvierten sie die schriftliche Prüfung des theoretischen Teils, und in den folgenden drei Tagen absolvierten sie die umfassende praktische Bewertung der Dreh-, Fräs- und elektromechanischen Montagefähigkeit in Stufen und Chargen, einschließlich aller Bewertungselemente wie Arbeitsplan, Bearbeitung, elektromechanische Montage, Signaldebugging, Systemmodifikation und situativer Fachgespräche.

Die Student*innen gaben an, dass die Prüfung im Vergleich zu anderen Prüfungen schwierig war. Besonders fiel ihnen die Strenge des Prüfungsprozesses und die von den Student*innen geforderte Selbstständigkeit auf. Hier waren die Anforderungen sehr hoch wie auch der Arbeitsaufwand und die Komplexität der praktischen Prüfung. Auch die von den Prüfer*innen während der praktischen Prüfung gestellten Fragen (situative Fachgespräche) lagen über ihren Erwartungen.

Auswertung der praktischen Prüfungen durch die Prüfer

Während der viertägigen Prüfung haben die Prüfungskommission und die Prüfungsarbeitsgruppe die Arbeit in der Prüfungsraumgestaltung, der Gerätevorbereitung, der Aufsicht vor Ort, der Produktionssicherheit, der Ergebnisauswertung und der Aufbewahrung der Prüfungsunterlagen usw. klar aufgeteilt, strikt eingesetzt und präzise ausgeführt. Der Prüfungsraum war ordentlich, die Kandidat*innen waren konzentriert, und die Prüfung war fair und gerecht, wodurch sichergestellt wurde, dass die maßgeblichen, standardisierten und strengen Merkmale der deutschen Berufsbildungsprüfung in der Lishui-Prüfung voll zum Tragen kamen.

Wie Herr Wolfgang Mücke, General Manager von SCHOTT AG Pharmaceutical Packaging Co., Ltd. in der Zusammenfassungssitzung der Prüfung sagte: Das Bestehen der deutschen Berufsausbildungsprüfung ist ein starker Beweis für das handwerkliche Geschick der Schüler aus Lishui und der erste Schritt für sie, ihre Karriere zu starten.

Foto Herr Wolfgang Mücke, Geschäftsführer der SCHOTT Neukang Pharmaceutical Packaging GmbH, sendet seine Botschaft an die Lishui-Kandidaten

Stammtisch digital am 28.05.2021

“Flotte Politik aber langsame Unternehmen?”

Haben wir den globalen digitalen Wandel verstanden und sind wir ihm gewachsen?

In den kommenden Jahren wird sich die Arbeitswelt auf dem Gebiet der Mobilität durch den Verkehrswandel und die immer weiter fortschreitende Digitalisierung radikal verändern. Sowohl die Fahrzeughersteller und Zulieferer als auch Werkstätten, Mobilitätsdienstleister und kommunale Betriebe stehen daher vor großen Herausforderungen, um ihre Mitarbeiter zu unterstützen und sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die derzeitige Pandemie wirkt in diesem Prozess zusätzlich als Katalysator und treibt insbesondere die Digitalisierung der Arbeitsprozesse voran.


„Weiterbildung und Qualifizierung sind mehr denn je Voraussetzung, das Berufsleben in die eigene Hand zu nehmen. Wir brauchen daher eine neue Weiterbildungskultur in Deutschland, die Weiterbildung als selbstverständlichen Teil des Lebens versteht. Politik kann dabei den Rahmen setzen und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen.“

Strategiepapier der Nationalen Weiterbildungsstrategie

Unsere Stammtischreihe soll diesen Gedanken Schritt für Schritt an die betroffenen Stellen in unserer Gesellschaft heranbringen und alle Akteure motivieren, gemeinsam mit uns nach niederschwelligen Lösungen zu suchen, um die Mitarbeiter*innen auf die Zukunft der Arbeitswelt vorzubereiten.

Die neue Stammtischreihe des „R-Learning Kollektiv“ bietet allen Interessierten eine direkte Austauschplattform mit Vertretern aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften und der Politik….und hoffentlich auch mit Ihnen!

Niedrigschwellig in der Teilnahme und hochkarätig besetzt, diskutieren wir regelmäßig Megathemen der Mobilität und der Arbeitsveränderung durch Digitalisierung. Von der E-Mobilität bis zur Veränderung der Arbeitswelt durch Industrie 4.0 diskutieren wir ihre Fragen und versuchen Denkanstöße zu geben, um Unternehmen und ihre Mitarbeiter bei der Veränderung der Arbeitswelt zu unterstützen.

Diese Woche diskutieren mit ihnen im Podium:

Deutscher Gewerkschaftsbund Bundesvorstand Mario Patuzzi, Referatsleiter Grundsatzfragen der Beruflichen Bildung & Weiterbildung

Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit Bundesagentur für Arbeit Oliver Kurz, Fachbereichsleiter Marktentwicklung und Migration

Regionaldirektion Berlin-Brandenburg Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Susanne Müller, Stellvertretende Abteilungsleiterin Bildung

Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Siegfried Vogelsang, Memorandum Gruppe – Reform der berufliche Bildung 2026 Berlin

Moderation Weiterbildungsverbund R-learning Kollektiv Frank Fickel, ITS mobility e.V.Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung und Ihre Fragen.

Freitag, den 28. Mai 2021
13.00-14.30 Uhr

Podiumsdiskussion mit offener Fragerunde